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📟 Brand eines Schweinestalls
Feuerwehr Niederaichbach
13.08.2026, 10:10
Bilder (3)

Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Feuerwehren wurden wir gegen 15:30 Uhr zum Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens mit Schweinehaltung nach Beutelhausen im Gemeindegebiet Adlkofen alarmiert.

 

Da wir zu den ersteintreffenden Feuerwehren gehörten, ĂŒbernahmen wir unmittelbar nach unserer Ankunft eine wichtige Aufgabe: Das angrenzende WohngebĂ€ude und ein weiterer Anbau mussten vor einem Übergreifen des Feuers geschĂŒtzt werden. HierfĂŒr errichteten wir unverzĂŒglich eine Riegelstellung und nahmen zunĂ€chst zwei C-Strahlrohre vor. Gleichzeitig stellten wir die erforderliche Löschwasserversorgung her.

 

Im weiteren Verlauf wurde von uns ein drittes C-Strahlrohr zur BrandbekĂ€mpfung eingesetzt. Außerdem speisten wir die Drehleiter aus Geisenhausen mit Löschwasser, damit vom Drehleiterkorb aus eine BrandbekĂ€mpfung von oben erfolgen konnte. Weitere KrĂ€fte unserer Feuerwehr standen als AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger zur VerfĂŒgung. Unser Mannschaftstransportwagen wurde unterdessen zur Verkehrsabsicherung eingesetzt.

 

Neben der BrandbekĂ€mpfung hatte die Rettung der Tiere eine hohe PrioritĂ€t. Unsere Mannschaft unterstĂŒtzte dabei, die Schweine aus dem betroffenen Stall zu treiben. Die Tiere wurden anschließend zu einem nahe gelegenen Schweinestall transportiert. Auch dort halfen unsere EinsatzkrĂ€fte beim Entladen aus den Transportfahrzeugen und AnhĂ€ngern sowie beim Eintreiben in die bereitgestellten Stallungen.

 

FĂŒr die Suche nach verbliebenen Glutnestern wurde eine Drohne mit WĂ€rmebildkamera eingesetzt. Der Drohnenpilot konnte die betroffenen Bereiche aus der Luft erkennen und unsere Löschmannschaften gezielt dorthin lotsen. Auf diese Weise ließen sich zahlreiche versteckte Glutnester schnell auffinden und ablöschen.

 

Besonders aufwendig gestalteten sich die Löscharbeiten an einer grĂ¶ĂŸeren Menge aus Stroh und anderem landwirtschaftlichen Lagermaterial, in der sich auch brennendes DĂŒngemittel befand. Das Material musste mit einem Bagger auseinandergezogen werden, damit die tiefer liegenden Brandstellen erreicht werden konnten. Da es trotz der laufenden Löschmaßnahmen immer wieder zu einem erneuten Aufflammen kam, bedeckten wir das auseinandergezogene Brandgut abschließend mit einer etwa fĂŒnf Zentimeter starken Schaumschicht. Dadurch wurde der Sauerstoffzutritt unterbunden, das Material weiter gekĂŒhlt und einem erneuten Aufflammen entgegengewirkt.

 

Die hohen sommerlichen Temperaturen stellten fĂŒr alle eingesetzten KrĂ€fte eine zusĂ€tzliche Belastung dar. Deshalb wurden die Mannschaften an den Strahlrohren etwa alle 20 bis 30 Minuten ausgetauscht. WĂ€hrend eine Mannschaft arbeitete, konnte sich die jeweils abgelöste Besatzung ausruhen, ausreichend trinken, etwas essen und sich fĂŒr den nĂ€chsten Einsatz vorbereiten. Dieser regelmĂ€ĂŸige Wechsel wurde ĂŒber viele Stunden hinweg konsequent fortgefĂŒhrt.

 

Nach insgesamt rund zwölf Einsatzstunden kehrten wir gegen 03:30 Uhr zum FeuerwehrgerĂ€tehaus zurĂŒck. Auch dort war die Arbeit noch lange nicht abgeschlossen. Die Fahrzeuge mussten wieder vollstĂ€ndig mit SchlĂ€uchen und AtemschutzgerĂ€ten bestĂŒckt sowie die eingesetzten GerĂ€te, Fahrzeuge und Schutzkleidungen grĂŒndlich gereinigt werden. Hinzu kamen die erforderlichen Maßnahmen der persönlichen Einsatzhygiene. Erst danach konnte die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehr vollstĂ€ndig wiederhergestellt werden.

 

*Ein besonderer Dank an unsere Mannschaft*

 

Wir, die beiden Kommandanten der Feuerwehr Niederaichbach, Christian Reichersammer und Manuel Gahr, möchten uns ausdrĂŒcklich bei allen Kameradinnen und Kameraden bedanken. Unsere Feuerwehr zĂ€hlte bei diesem Einsatz zu den personell stĂ€rksten Einheiten vor Ort. Nur aufgrund dieser hohen Beteiligung konnten wir gleichzeitig zahlreiche Aufgaben ĂŒbernehmen und andere EinsatzkrĂ€fte wirkungsvoll unterstĂŒtzen.

 

Gerade mit Blick auf die vergangenen Wochen ist diese Leistung besonders hervorzuheben. Hinter uns liegen zahlreiche zeit-, personal- und materialintensive EinsÀtze, die auch an unseren Feuerwehrdienstleistenden nicht spurlos vorbeigehen. Alle unsere EinsatzkrÀfte leisten diesen Dienst ehrenamtlich. Sie haben Familien, gehen ihren Berufen nach und haben persönliche Verpflichtungen. Dennoch waren wir bei den vergangenen EinsÀtzen immer wieder mit einer sehr hohen PersonalstÀrke vor Ort und konnten die an uns gestellten Aufgaben zuverlÀssig bewÀltigen.

 

Mit unserer derzeitigen personellen EinsatzstĂ€rke zĂ€hlen wir im Landkreis Landshut zu den Feuerwehren, die regelmĂ€ĂŸig besonders viele EinsatzkrĂ€fte zur VerfĂŒgung stellen können. Darauf dĂŒrfen wir als Feuerwehr und als Gemeinde stolz sein. Eine solche Einsatzbereitschaft entsteht nicht von selbst, sondern beruht auf Kameradschaft, VerlĂ€sslichkeit und der Bereitschaft jedes Einzelnen, seine persönliche Zeit fĂŒr die Sicherheit anderer einzusetzen.

 

Unsere Gemeinde kann sich glĂŒcklich schĂ€tzen, eine so engagierte und verlĂ€ssliche Feuerwehr zu haben. FĂŒr euren unermĂŒdlichen Einsatz, eure Ausdauer und euren starken Zusammenhalt möchten wir uns daher nicht nur fĂŒr diesen Brandeinsatz, sondern auch rĂŒckblickend fĂŒr die vielen fordernden EinsĂ€tze der vergangenen Wochen ganz herzlich bedanken!


Beschreibung

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