Bad Grönenbach Mit schmissiger musikalischer Umrahmung durch die Bad Grönenbacher Musikanten sind nun die Sieger des 72. Pokalschießens der 1952 gegründeten Pokalgemeinschaft geehrt worden. Derzeit gehören der Vereinigung 15 Schützenvereine aus den Landkreisen Oberallgäu (elf Vereine), Unterallgäu (drei) und dem Ostallgäu (ein Verein) an.
An dem Wettbewerb, den die „Privilegierten“ nun schon zum dritten Mal (an zehn Schießtagen) austrugen, beteiligten sich 453 Schützinnen und Schützen (zum Teil mehrfach): 268 mit dem Luftgewehr, 110 mit dem Auflage-Luftgewehr, 125 mit der Luftpistole und 32 mit der Auflage-Luftpistole.
67 Schützen schossen in zwei Disziplinen, drei waren „Dreifach-Starter“ und vier Schützen kämpften sogar in allen vier Disziplinen. Insgesamt gab es bei dem Wettbewerb 10.700 Wertungsschüsse. Dank der zahlreichen Sponsoren konnte der Verein die 40 besten Blattl-Ergebnisse mit Preisen im Gesamtwert von rund 2500 Euro belohnen.
Laut Schützenmeister Max Klemp hielt sich der gastgebende Verein „wie es sich gehört vornehm zurück und ließ den anderen den Vortritt“. Der scheidende Bürgermeister Bernhard Kerler sagte, Bad Grönenbach sei sehr gastfreundlich: „So gastfreundlich, dass wir den anderen die besseren Plätze überlassen, sind wir aber normal nicht, ausnahmsweise nur diesmal.“ Im nächsten Jahr, wenn Altusried den Wettbewerb zum 75-jährigen Jubiläum austrage, werde „abgeräumt“, kündigte Kerler an. „Ihr habt das super gemacht“, lobte Memmingens stellvertretender Gauschützenmeister Stephan Hegemann die Veranstalter. Lob kam auch von stellvertretendem Pokalschützenmeister Werner Dodel.
Der Gauschützenmeister des Sportschützengaues Allgäu, Julian Königsberger, mahnte: „Das Lichtgewehr ist die einzige Chance, Kinder und Jugendliche frühzeitig in die Vereine zu bringen.“
Jüngster Teilnehmer war nun der elfjährige Benjamin Kutter vom SV „Eichenlaub“ Maria Steinbach. Mit 91 Jahren war Anton Maurus von den „Privilegierten“ der älteste Schütze.
Der Ausrichter des Wettbewerbes brachte außer Konkurrenz 59 Schützen an den Stand. Der Preis für die Meistbeteiligung ging mit 75 Schützen an den SV Altusried. Die größte Steigerung bei den Teilnehmern gegenüber dem Vorjahr verzeichnete Maria Steinbach mit einem Plus von zehn Schützen.
Die Mannschaften (jeweils die besten zehn Schützen kamen in die Wertung) wurden in vier Klassen eingeteilt: Sieger in der C-Klasse wurde – heuer erstmals in der Pokalgemeinschaft – die SG-Schrattenbach-Eichholz mit 1848 Ringen.
In der B-Klasse siegte der SV Untrasried (1908 Ringe), der sich erst zum zweiten Mal am Wettbewerb beteiligte.
In der A-Klasse holte sich der SV Altusried mit 1927 Ringen den Sieg. Spannende Kämpfe ergaben sich bei den Mannschaften mit der Luftpistole: Der SV Walzlings gewann in der B-Klasse mit 706 Ringen. In der A-Klasse ging der SV Frauenzell mit 735 Ringen als Sieger hervor.
Beim Auflage-Luftgewehr-Auflage belegte der SV Schrattenbach in der B-Klasse mit 826,8 Ringen den ersten Platz. In der A-Klasse siegte der SV Untrasried mit 829,3 Ringen. Beste Mannschaft mit der Auflage-Luftpistole-Auflage war der SV Altusried mit 580,1 Ringen.
Mit Spannung erwartet wurden die Sieger in der Einzelwertung-Blattl, weil es dort 40 lukrative Preise zu gewinnen gab. Katharina Ritzler (SV Wiggensbach) durfte sich nach ihrem 5,9-Teiler als Erste einen wertvollen Preis aussuchen. Ihr folgten Lukas Möggenried (SV Untrasried, 6,0) und Philipp Benedikter (Königlich privilegierte Schützengesellschaft Grönenbach, 8,0).
Den Hans-Joachim Weirather-Pokal holte sich der SV Untrasried durch einen 72,0-Gesamtteiler der besten fünf Schützen, gefolgt vom SV Altusried (90,1) und den Königlich privilegierten Bad Grönenbach (125,8). (Bericht: Franz Kustermann)
