Mit einem klaren Bekenntnis zu sozialer, gerechter und zukunftsorientierter Kommunalpolitik haben die SPD und der Unabhängige Bürgerblock am vergangenen Samstag im Gasthaus Kirchenwirt gemeinsam mit der SPD-Landratskandidatin Ruth Müller ihren Wahlkampfauftakt zur Kommunalwahl 2026 begangen.
In ihrer Rede blickte die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins und Gemeinderätin Kerstin Schanzer auf die vergangene Legislaturperiode zurück. Gerade in der Zeit der Corona-Pandemie wurde gezeigt, wie wichtig verantwortungsvolle und gemeinschaftliche Kommunalpolitik sei.
Zugleich verwies Schanzer auf zahlreiche umgesetzte und angestoßene Projekte. Genannt wurden unter anderem die Planung eines neuen Kindergartens mit Kinderkrippe, der Ausbau der digitalen Ausstattung an der Schule sowie die Wiederbelebung des Jugendtreffs. Auch die medizinische Versorgung und die Nahversorgung vor Ort seien in Niederaichbach gut aufgestellt. Ein besonderer Dank galt den Vereinen und Ehrenamtlichen, die das gesellschaftliche Leben der Gemeinde maßgeblich tragen.
Kritisch angesprochen wurden Themen, bei denen die Kommune an ihre Grenzen gestoßen sei. Sowohl der Castor-Transport mit radioaktivem Abfall als auch der Konverterstandort des Süd-Ost-Links hätten gezeigt, wie begrenzt der Einfluss einer kleinen Gemeinde gegenüber übergeordneten politischen Ebenen sei. Ziel bleibe es, mit den bestehenden Rahmenbedingungen verantwortungsvoll umzugehen, etwa durch die Nutzung der Abwärme des Konverters für ein Nahwärmenetz.
In der Vorstellungsrunde der Kandidatinnen und Kandidaten kündigte die SPD und der Unabhängige Bürgerblock an, sich weiterhin für bezahlbaren Wohnraum, eine verlässliche Kinderbetreuung, Angebote für Senioren, mehr Barrierefreiheit, einen besseren öffentlichen Nahverkehr sowie für Jugendförderung, Nachhaltigkeit und Freizeitangebote einzusetzen. Auch die Sicherung der Handwerksbetriebe, ein Kleingewerbegebiet, eine verbesserte Mobilfunkversorgung und eine transparente Haushaltspolitik wurden als Ziele genannt.
Kommunalpolitik ende nicht an der Gemeindegrenze, so Schanzer und betont damit die notwendige Zusammenarbeit mit dem Kreistag. In diesem Zusammenhang stellte sich die Landratskandidatin Ruth Müller vor. Sie verwies auf ihre langjährige Erfahrung als Kreisrätin und Landtagsabgeordnete sowie auf ihr politisches Netzwerk in Landes- und Bundespolitik. Als Landrätin wolle sie sich unter anderem für eine starke kommunale Gesundheitsversorgung, verlässliche Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft und gute Rahmenbedingungen für Unternehmen im Landkreis einsetzen.
SPD und Unabhängiger Bürgerblock treten in Niederaichbach erneut mit einer gemeinsamen Liste mit 14 Kandidatinnen und Kandidaten an. Auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten verzichten sie bewusst. Die Entscheidung begründeten sie mit persönlichen und beruflichen Lebensplanungen, betonten jedoch ihr klares Engagement für eine aktive und konstruktive Arbeit im Gemeinderat.
Zum Abschluss riefen die Veranstalter dazu auf, bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 Liste 5 für Gemeinderat und Kreistag zu unterstützen und Ruth Müller das Vertrauen für das Amt der Landrätin zu schenken.
