HÖCHSTADT – Während zahlreiche Sportvereine mit rückläufigen Mitgliederzahlen zu kämpfen haben, erlebt der TSV 1862 Höchstadt einen bemerkenswerten Aufschwung in einer ganz besonderen Sparte: dem Rehabilitationssport. Was einst als kleine Ergänzung begann, hat sich in den vergangenen fünf Jahren zu einem professionellen Netzwerk aus 21 Sportgruppen entwickelt, das Menschen nach Krankheiten oder Operationen zurück in ein aktives Leben begleitet
Die Abteilung Rehasport Orthopädie und Onkologie beging kürzlich ihr fünfjähriges Jubiläum – ein Anlass, auf die beeindruckende Entwicklung zurückzublicken. „Wenn ich so an die Anfangsjahre zurückblicke, können wir auf die Entwicklung insbesondere der letzten beiden Jahre sehr stolz sein“, betont Andreas Riedel, Vorstand Sport und Verantwortlicher für diese Sparte.
Der Startschuss fiel im November 2020, als der TSV Höchstadt auf die Nachfrage nach Rehasport reagierte und das Angebot in der vereinseigenen Halle ins Leben rief. Selbst die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie und den Umbau der Eishalle und damit die Einschränkungen der Zugangswege, konnten den Erfolg nicht bremsen.
Ein weiterer Meilenstein war der Zusammenschluss mit dem Anbieter gerne-coaching, Elmar Gerner, im Jahr 2024. Dadurch verdoppelte sich nahezu die Zahl der Trainingsstunden. Gerner und sein Team verstärkten die bestehende Trainergruppe. Selbst Präsident Werner Sossna, ein erfahrener und erfolgreicher Kickbox-Trainer, und seine Frau Kathrin, eine ausgebildete Yoga-Lehrerin, verstärkten seit dieser Zeit das Trainerteam.
Das Angebot der Abteilung ist breit gefächert. Der Verein setzt dabei auf Vielfalt. Es reicht von klassischen Rehasport im orthopädischen und onkologischen Bereich bis hin zu Herzsport und einer speziellen Hockergruppe für Senioren oder Menschen mit starken Mobilitätseinschränkungen.
„Gesundheit ist der wichtigste Wunsch vieler Menschen, besonders wenn sie bereits Einschränkungen haben. Unsere Angebote ermöglichen es den unterschiedlichen Teilnehmer einen für sie gesundheitsfördernden Sport zu betreiben,“ unterstreicht Sportvorstand Andreas Riedel.
Ein besonderer Vorteil für die Teilnehmer ist die unkomplizierte Anmeldung. Für Versicherte der AOK und verschiedener Betriebskrankenkassen, wie der SBK, entfällt die langwierige Genehmigung durch die Kasse – die ärztliche Verordnung kann direkt beim Verein abgegeben werden, sodass die Teilnahme an den meist 50 Trainingseinheiten oft komplett kostenfrei ist. Gleiches gilt für private Versicherte, die ebenfalls am Rehasport teilnehmen können.
Trainiert wird unter der Leitung von zwölf hochqualifizierten Trainern mit 21 Kursen in der vereinseigenen Turnhalle am Kieferndorfer Weg. Die Nachfrage nach Rehabilitations-Kursen, so Andreas Riedel, ist auch im sechsten Jahr ungebrochen. So planen wir unser Kursangebot im Bedarfsfall erneut zu erweitern.
„Neben dem sportlichen Aspekt steht auch die Gemeinschaft im Mittelpunkt und es haben sich viele Freundschaften entwickelt“, so Sportvorstand Andreas Riedl. „Unsere Rehasport Abteilung ist mittlerweile eine tragende Säule für die finanzielle Stabilität des Gesamtvereins geworden. Das wiederum spricht für unsere damalige strategische Ausrichtung,“ reflektiert Präsident Werner Sossna.
Kurzinfo für Interessierte:
• Voraussetzung: Eine ärztliche Verordnung für Rehasport (Muster 56).
• Kosten: Bei vorliegender Verordnung in der Regel kostenfrei.
• Ansprechpartner: * Orthopädie/Onkologie: Andreas Riedel (Tel. 0157-73828058)
• Herzsport: Daniel Händel (Tel. 0151-12151825)
