Bei strahlendem Sommerwetter begaben sich 16 Erwachsene und drei Kinder am Weiher in Rocksdorf zusammen mit Katrin Mayer vom Bund Naturschutz auf die spannende Suche nach Libellen. Dabei gab es jede Menge über die faszinierenden „fliegenden Juwelen“ und ihren besonderen Lebensraum zu entdecken.
Anschaulich erklärte die Biologin den Lebenszyklus der Libellen zwischen Wasser und Land am Beispiel der Großen Königslibelle (Anax imperator). Auch wenn sich diese an diesem Tag leider nicht am Weiher zeigte, konnten die Teilnehmenden anhand vergrößerter Aufnahmen die typischen Merkmale und die faszinierende Vielfalt dieser streng geschützten Insekten genauer kennenlernen.
Anschließend ging es mit Fernglas und Lupe direkt an den Weiher und den angrenzenden Graben. Trotz des niedrigen Wasserstands im Weiher und in den nahegelegenen Flutmulden konnten einige interessante Arten beobachtet werden: Ein Großer Blaupfeil (Orthetrum cancellatum) patrouillierte aufmerksam über dem Weiher und verjagte jeden Artgenossen, während die Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum) und die Große Pechlibelle (Ischnura elegans) aus nächster Nähe bestaunt werden konnten.
Ein besonderes Highlight war die zierliche Kleine Pechlibelle (Ischnura pumilio). Sie gehört zu den kleinsten Libellenarten Deutschlands und zählt zu den sogenannten Pionierarten. Diese sind wahre Erstbesiedler: Sie können neu entstandene, noch konkurrenzarme Gewässer schnell besiedeln.
Ein gelungener Nachmittag mit interessanten Beobachtungen und vielen neuen Einblicken in die faszinierende Welt der Libellen!
Fotos: Katrin Mayer, Alfons Greiner, Sigrid Schindler
