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Vorbereitungstag zur Rehkitzrettung – Saison 2026
Rehkitzrettung Stadtgebiet Linnich e.V.
04.03.2026, 08:42
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Am Samstag, den 07. März 2026, um 13:00 Uhr, findet der Vorbereitungstag (Übungstag) für die neue Rehkitzrettungs-Saison 2026 statt. Ziel der Veranstaltung ist es, alle Helferinnen und Helfer – insbesondere neue Mitglieder – auf die bevorstehenden Einsätze vorzubereiten und mit den Abläufen sowie der eingesetzten Technik vertraut zu machen.

 

Zu Beginn der Veranstaltung erfolgt eine Einführung in die eingesetzte Software „UAV Editor 2“, die zur Planung und Durchführung der Drohnenflüge über landwirtschaftliche Flächen genutzt wird. Dabei wird erklärt, wie Einsatzflächen digital erstellt werden und wie diese anschließend für ein kontrolliertes und systematisches Abfliegen der Wiesen vorbereitet werden. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über die wichtigsten Funktionen der Software sowie über die Planung einer Flugmission.

 

Im Anschluss richtet sich ein praktischer Teil besonders an die neuen Helferinnen und Helfer. Hier wird der komplette Ablauf einer Rehkitzrettungs-Mission vorgestellt – von der Vorbereitung über die Koordination im Team bis hin zum Einsatz der Drohne im Feld.

 

Darauf folgt eine praktische Übung auf dem Sportplatz in Gereonsweiler. Dort wird der Einsatz realitätsnah simuliert. Mithilfe von Wärmequellen, die Rehkitze nachahmen, können die Teilnehmenden das Auffinden der Tiere mit der Wärmebildkamera üben und den Ablauf eines Einsatzes aktiv miterleben.

 

Ein besonderer Bestandteil dieses Übungstages ist die filmische Begleitung durch den Filmproduzenten Carsten Werheit. Er wird die Veranstaltung dokumentieren, Interviews führen und Fragen stellen. Die Aufnahmen dienen der Erstellung einer Filmdokumentation über die Rehkitzrettung, die die wichtige Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie den Einsatz moderner Drohnentechnik sichtbar machen soll.

 

Der Vorbereitungstag bietet somit eine ideale Gelegenheit, Wissen zu vertiefen, praktische Erfahrungen zu sammeln und sich als Team auf die kommende Saison vorzubereiten.

 

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme und einen erfolgreichen gemeinsamen Start in die Rehkitzrettungssaison 2026. Der Treffpunkt/ Location ist der Sportplatz Gereonsweiler https://maps.apple/p/khHZtT~uqbqhvH


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Beschreibung

Über das Projekt „Rehkitzrettung Stadtgebiet Linnich e.V.“ Unser Ziel ist in erster Linie das Retten von Leben! Wir unterstützen ehrenamtlich die Landwirte und Jäger in Linnich und Umgebung bei der Rehkitz-Suche und -Rettung während der Mahd. Durch Nutzung der fliegenden Wärmebild-Kamera soll eine möglichst zuverlässige Ortung und sichere Bergung der hilflosen Rehkitze erreicht werden. Zahlreiche Projekte in Deutschland beweisen, dass diese Vorgehensweise sehr erfolgreich ist und viele Todesfälle vermeiden kann. Wie funktioniert die Rehkitz-Rettung aus der Luft? Das Rettungsteam trifft sich möglichst unmittelbar vor der Mahd auf dem betroffenen Feld. Der Kopter-Pilot fliegt in einer zuvor automatisch berechneten Flugroute das Feld lückenlos ab. Eine weitere Person hilft bei der Betrachtung und Interpretation des Live-Bild der Wärmebild-Kamera auf einem Bildschirm und meldet verdächtige Stellen. Per Funk werden die Retter an diese Stellen navigiert und prüfen ob es sich wirklich um ein Rehkitz handelt, nehmen dieses auf ohne es mit menschlichem Geruch in Kontakt kommen zu lassen und setzen es am Feldrand an einer sicheren Stelle wieder aus. Hier wird es später von der Mutter wiedergefunden und weiter versorgt. Worum geht es bei der Rehkitz-Rettung? In den Monaten Mai und Juni ist die Hauptsetzzeit beim Rehwild. Das heißt, in dieser Zeit werden besonders viele Rehkitze geboren. Die Geburt der Rehkitze erfolgt meist im hohen, „sicheren“ Gras. Die ersten Lebenswochen verbringt das Rehkitz oft alleine in seinem Versteck. Die Mutter sucht das Kitz nur zum Säugen auf. Durch die zeitliche Überschneidung der Hauptsetzzeit mit der Heu-Ernte (Mahd) in der Landwirtschaft geraten die Jungtiere regelmäßig in große Gefahr. Landwirte und Jagdpächter stehen in dieser Zeit immer wieder vor der Mammut-Aufgabe „Rehkitz-Rettung“, das heißt sie versuchen die wehrlosen Tiere vor dem grausamen Mäh-Tod zu bewahren. Eine kaum zu bewältigende Aufgabe, da die Rehkitze nur durch manuelles Absuchen der Felder mit Menschenketten gefunden werden können. Auch die Suche mit Hunden scheidet aus, da die Rehkitze nach Geburt vollkommen geruchlos sind und somit nicht gewittert werden können. Warum sind Rehkitze besonders gefährdet? Obwohl die Rehkitze bereits kurz nach Geburt laufen können, haben sie in der ersten Lebenswoche keinen Fluchtinstinkt. Das heißt, bei drohender Gefahr duckt sich das Rehkitz so tief wie möglich auf den Boden. Man spricht hier vom „Drückinstinkt“. Für die natürliche Feinde sind sie so nahezu unsichtbar. Für die Landwirte auf ihren Mähmaschinen allerdings auch. Sie geraten in die großen Mähwerke und werden grauenvoll getötet oder zumindest schwer verstümmelt. Was passiert mit den Rehkitzen nach der Rettung? Wenn ein Rehkitz bei einer Rettungsaktion geortet wurde nimmt es der Jäger oder geschulte Helfer auf und setzt es außerhalb des Mäh-Bereichs oder am Waldrand wieder aus. Dabei darf das Kitz keinesfalls mit der bloßen Hand berührt werden, da es sonst die Ricke aufgrund des Menschen-Geruchs nicht mehr annehmen würde. Wenn auf dem Feld wieder Ruhe eingekehrt ist kehrt die Ricke zu ihrem Jungen zurück und versorgt es weiter.