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Bericht aus der letzten Gemeinderatssitzung
Gemeinde Wörth a.d.Isar
16.10.2026, 07:32
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 Gemeinderat gibt grünes Licht für 26 neue Wohnungen
- Bauturbo, Wärmeplanung und Nachtragshaushalt auf der Agenda -

 

Die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum, die Weiterentwicklung der Kinderbetreuung und wichtige kommunale Bauprojekte standen im Mittelpunkt der letzten Gemeinderatssitzung. Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Stefan Scheibenzuber befasste sich das Gremium mit einer Reihe zukunftsweisender Entscheidungen. Besonders bemerkenswert war dabei die einstimmige Zustimmung zu zwei größeren Wohnbauvorhaben an der Landshuter Straße.
Insgesamt 26 neue Wohnungen könnten künftig an der Landshuter Straße 78 entstehen. Zwei entsprechende Bauanträge sehen die Errichtung von Wohnanlagen mit 14 beziehungsweise zwölf Wohneinheiten vor. Die Vorhaben waren im Vorfeld vom Landratsamt kritisch beurteilt worden. Nach dessen Einschätzung fügen sich die geplanten Gebäude hinsichtlich ihrer Bebauung nicht ausreichend in die bestehende Umgebung ein. Da sich die Grundstücke im sogenannten unbeplanten Innenbereich befinden, stellte dies bislang ein wesentliches Hindernis für die Genehmigung dar. Nach ausführlicher Beratung entschied sich der Gemeinderat jedoch einstimmig dafür, die neuen gesetzlichen Möglichkeiten des sogenannten „Bauturbos“ zu nutzen. Auf Grundlage des § 36a Baugesetzbuch soll damit die Schaffung zusätzlichen Wohnraums erleichtert werden. Mit dieser Entscheidung setzt die Gemeinde ein deutliches Zeichen für die Wohnraumentwicklung. Die abschließende Baugenehmigung steht allerdings noch aus. Zuvor muss der Bauherr einen städtebaulichen Vertrag mit der Gemeinde abschließen. 
Veränderungen bei den gemeindlichen Einnahmen und Ausgaben machten die Verabschiedung eines Nachtragshaushalts für das laufende Jahr erforderlich. Auf der Einnahmenseite wirkten sich insbesondere der Verkauf einer gemeindeeigenen Immobilie sowie ein Grundstücksgeschäft mit Erwerb einer größeren landwirtschaftlichen Fläche aus. Gleichzeitig musste die Gemeinde bei der notwendigen Instandsetzung des Bahnübergangs im Industriegebiet deutlich höhere Kosten verkraften als ursprünglich vorgesehen. Diese Entwicklungen führten zu Veränderungen im Vermögenshaushalt und machten eine Anpassung der bisherigen Haushaltsplanung notwendig. Der Gemeinderat stimmte dem Nachtragshaushalt für 2026 einstimmig zu.
Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt betraf die zukünftige Versorgung mit Betreuungsplätzen für Kinder. Der Gemeinderat erkannte die aktuelle Bedarfsplanung für den Neubau einer dreigruppigen Kindertagesstätte an. Damit wird ein weiterer Schritt unternommen, um dem Bedarf an Betreuungsplätzen in der Gemeinde gerecht zu werden. Aufgrund des vorgesehenen Investitionsvolumens ist für die weiteren Planungsleistungen ein förmliches Vergabeverfahren nach der Vergabeverordnung (VgV) erforderlich. Mit der Durchführung dieses Verfahrens wurde bereits ein Fachbüro beauftragt.
Auch die neue Kleinsporthalle beschäftigte den Gemeinderat. Um während der Sommermonate eine übermäßige Aufheizung durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden, ist an der Westseite des Gebäudes ein zusätzlicher Sonnenschutz notwendig.
Bekannte konstruktive Mängel machten hierfür eine umfangreichere Neuplanung erforderlich. Dem entsprechenden Nachtragsangebot für die endgültige Montage in Höhe von rund 14.000 Euro stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.
Mit Blick auf die zukünftige Energieversorgung befasste sich das Gremium zudem mit der kommunalen Wärmeplanung. Diese soll aufzeigen, welche Möglichkeiten für eine langfristig sichere und wirtschaftliche Wärmeversorgung im Gemeindegebiet bestehen. Dabei wird unter anderem untersucht, ob und in welchen Bereichen künftig der Aufbau eines Wärmenetzes sinnvoll sein könnte. Die Wärmeplanung dient zunächst als strategische Entscheidungsgrundlage und bedeutet noch keine Festlegung auf den Bau eines entsprechenden Netzes. Der Gemeinderat beauftragte eine Fachfirma mit der Erstellung der kommunalen Wärmeplanung. Somit wird man das vorgegebene Ziel der Fertigstellung bis spätestens 30.06.2028 realisieren können. 
Erfreuliche Nachrichten gab es zum Abschluss der öffentlichen Sitzung über den Baufortschritt beim neuen Ärztehaus. Wie Bürgermeister Stefan Scheibenzuber informierte, sind die wesentlichen Arbeiten am Baukörper inzwischen abgeschlossen. Damit können nun die von den künftigen Mietern beauftragten Fachfirmen mit dem individuellen Ausbau der Praxisräume beginnen. Nach derzeitigem Planungsstand soll die hausärztliche Gemeinschaftspraxis von Dr. Pfaff und Dr. Fleischmann bereits am 28. Dezember 2026 ihren Betrieb aufnehmen. Die Eröffnung der Zahnarztpraxis von Dr. Bauer ist für Anfang Januar 2027 vorgesehen. Damit rückt die Inbetriebnahme des neuen Ärztehauses und die damit verbundene Stärkung der wohnortnahen medizinischen Versorgung in greifbare Nähe.
Auch bei der neuen Trauerhalle zeichnet sich der Abschluss der Bauarbeiten ab. Nach Angaben des Bürgermeisters befinden sich die Arbeiten mittlerweile in der Endphase. Die Übergabe des Gebäudes an die Gemeinde ist für Ende Oktober vorgesehen.


Beschreibung

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