Die 17. Station der Gemeindebesuchsreihe von Landrat Florian Wiedemann führte am Dienstag nach Goldkronach. Im Mittelpunkt standen aktuelle kommunale Themen, Zukunftsaussichten sowie die familienfreundliche Entwicklung der Stadt.
Zum Auftakt begrüßte Bürgermeister Holger Bär die Gäste im Sitzungssaal des Rathauses. An dem Austausch nahmen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes und einige Räte aus allen Fraktionen des Stadtrats teil. Diskutiert wurden zentrale Themen – wie etwa die Landkreis- und Gemeindefinanzen oder der ÖPNV, aktuelle Herausforderungen und mögliche Zukunftsperspektiven.
Der anschließende Rundgang durch das Stadtgebiet führte die Delegation zunächst zur Baustelle des neben dem Rathaus befindlichen Bürgerhauses, einem denkmalgeschützten Gebäude, dessen Sanierung seit knapp zwei Jahren läuft.
Bei einem kurzen Abstecher ins Goldbergbaumuseum, konnten alle das beeindruckende Kunstwerk „Der Schatz“ von Volker Wunderlich bestaunen, das als Teil des Projekts „Richard zieht ein …“ im Rahmen von 150 Jahre Festspiele Bayreuth entstanden ist.
Auch die Besichtigung des neuen Baugebiets südlich der Peuntgasse, das nach dem Prinzip der „Schwammstadt“ mit Möglichkeiten, Wasser zu speichern, angelegt ist, stand auf dem Programm.
Das Angebot an Kinderbetreuung in der Stadt war ebenfalls Thema. Mit einem Blick auf den geplanten Bau des Horts in der Alexander-von-Humboldt-Schule und auf den Kindergarten "Streuobstgarten" erläuterte Bürgermeister Bär das Ziel, auf den Bedarf für junge Familien einzugehen.
Auf dem Weg der Besichtigungstour lagen auch der neue Wasserspielplatz, der in einer 75-Stunden-Aktion der Landjugend Bad Berneck-Bindlach, in Zusammenarbeit mit der Stadt Goldkronach, entstanden ist sowie der Sanitärcontainer am Wohnmobilstellplatz.
Den Abschluss des Gemeindebesuchs bildete ein Firmenbesuch bei der Gärtnerei Übelhack. Johannes Übelhack gab einen umfassenden Einblick in den Betrieb und die Herausforderungen eines regionalen Unternehmens. Er nutzte die Gelegenheit, auf einige Schwierigkeiten hinzuweisen – sei es der hohe Ölpreis, der beim Heizen der Gewächshäuser deutlich zu Buche schlägt, gestiegene Transportkosten, die den Wareneinkauf verteuern, sowie so manche Vorgaben, die einen hohen bürokratischen und teilweise auch finanziellen Aufwand bedeuten – wie verschiedene Aufzeichnungs- und Kennzeichnungspflichten. Sein Fazit, bei dem er auf offene Ohren stieß: Die Vorschriften sollten auch kleine Betriebe besser in den Blick nehmen.
„Ich freue mich sehr über die vielen Gespräche und die wertvollen Einblicke in die Themen, die die Menschen und die Verantwortlichen vor Ort bewegen. Der direkte und vertrauensvolle Austausch mit unseren Städten und Gemeinden ist eine wichtige Grundlage für eine zukunftsfähige Kreispolitik. Nur wenn wir miteinander im Gespräch sind, können wir die Entwicklung unseres Landkreises gemeinsam und bedarfsgerecht gestalten“, betont Landrat Florian Wiedemann.
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