In den vergangenen Monaten Juni und Juli gab es viel für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht Grainau zu tun. Bei insgesamt 63 Einsätzen konnten 67 Personen aus verschiedenen Notlagen gerettet werden. Teilweise mussten auch mehrere Einsätze parallel bewältigt werden.
Etwa die Hälfte der Notrufe hatte medizinische Ursachen aus der ganzen Bandbreite der Notfallmedizin. Neben Verletzungen bei Stürzen, Radunfällen oder durch Abrutschen auf dem Gletscher waren die Retter auch mit einem schweren Spaltensturz und Steinschlägen in den Kletterrouten Zwölferkante am Zwölferkopf, Nordkante am Höllentorkopf und Eisenzeit in der Zugspitz Nordwand gefordert. Aber auch internistische Krankheitsbilder wie Herz-Kreislauf-Probleme speziell an den sehr heißen Tagen oder allergische Reaktionen auf Insektenstiche galt es zu versorgen.
Bei 23 Einsätzen befanden sich Personen in Bergnot, konnten also nicht mehr selbstständig weiter auf- oder absteigen. Gerade die anspruchsvollen Bedingungen am Höllentalferner, der mittlerweile größtenteils blank ist und daher Steigeisen und die entsprechende Gehtechnik erfordert, werden oft unterschätzt. Aber auch falsche Zeitplanung oder Fehleinschätzungen von persönlichem Können, Wetter, usw. führen zu Blockierungssituationen.
9 Alarmierungen wurden von unseren diensthabenden Einsatzleitern ohne Beteiligung der Dienstmannschaft gelöst. Meist geht es dabei um Bergsteiger, die die letzte Bahn an der Zugspitze oder am Osterfelder ins Tal verpasst haben und Unterstützung benötigen. Aber auch Meldungen von möglichen Lichtsignalen, vor allem im Bereich Waxenstein, und deren Abklärung kommen regelmäßig vor.
Herzlichen Dank an alle Partnerorganisationen für die gute Zusammenarbeit!
Christoph Murnau Bergwacht Garmisch-Partenkirchen ARA Flugrettung - Station Reutte RK-2 ADAC Luftrettung Zugspitze BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen Wasserwacht Ortsgruppe Grainau
#Zugspitze #höllental #Einsatz #bergwacht #Grainau









