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Historische Führung durch das Kloster Aldersbach
Senioren
30.07.2026, 10:05
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Einen besonders interessanten Ausflug erlebten die Senioren aus Tann und Umgebung in den vergangenen Tagen. Eingeladen zu dieser Fahrt nach Aldersbach hatte der Seniorenbeirat Tann mit der Seniorenbeauftragten Petra Seidl.

Zur Mittageszeit machten sich die Ausflügler  mit dem Bus auf die Reise. Ziel war das ehem. Zisterzienser Kloster Aldersbach mit seiner berühmten Kirche "Mariä Himmelfahrt". Die Künstlerbrüder Cosmas Damian Asam und Egid Quirin Asam haben die Barockkirche kunstvoll ausgestaltet. vor allem durch die Deckenfresken und den Stuck wurde das Gotteshaus so berühmt. In Aldersbach angekommen, war es daher für alle Mitfahrenden erstes Ziel dieses Kunstwerk zu bestaunen. Da die Barockkirche, erbaut zw. 1718-1720 vor wenigen Jahren renoviert worden war, erstrahlte sie jetzt in vollem Glanz. Besonders der prachtvolle Hochaltar zog die Blicke auf sich. Beim Rundgang durch das Kirchenschiff konnten noch zehn Seitenaltäre bestaunt werden. Auf dem Weg in Richtung Brauerei-Gebäude statteten viele Senioren dem Klosterladen einen Besuch ab. Der Barokgarten war ebenfalls einen Spaziergang wert. Dort war der Sammelpunkt für die geplante Führung. Hier begrüßte die Tanner Senioren Herr Greiler vom Tourismus-Büro und lud zur "historischen Führung" ein. Auf dem gemeinsamen Weg vorbei an der Kirche mischte sich plötzlich "Kellnerin Vroni" unter die Gruppe. Sie erzählte den nun neugierig gewordenen Gästen, ein wenig von der Geschichte des Klosters. Von ihr erfuhren sie auch, dass seit vielen Jahren ein Geist in den Gemäuern spunkt. Urplötzlich tauchte im Eingang einer Seitentüre des Gotteshauses ein Klosterbruder auf. Es handelte sich um Bruder Kastner, jener "Geist", der seit dem 30-jährigen Krieg in den Klostergebäuden umherirrt .Er erzählte den Senioren aus dem Leben des Klosters vor 400 Jahren. So erfuhren sie, unter  anderem auch, dass zur damaligen Zeit in der Gegend Wein angebaut wurde. Leider wurde nach und nach das Klima rauer und damit der Wein immer ungeniessbarer. Daher entschlossen sich die Mönche vermehrt Bier zu brauen. Allerdings wurde zunächst an der Rezeptur herum experimentiert. Entsprechend schmeckte das Gebräu auch. Das änderte sich mit der Einführung des Reinheitsgebotes 1516. Leider wurde 1803 mit der Säkularisation das Kloster aufgelöst. Zu Bruder Kastner gesellte sich nun Johann Adam Freiherr von Aretin und übernahm die Erzhlung zur weiteren Geschichte der Brauerei, die er im Jahre 1812  übernahm. Im Bräumuseum erfuhren die Besucher von ihm im Detail, wie Bier hergestellt  wird. Damit endete die aufschlussreiche Führung durch die Geschichte des Klosters und der Brauerei.

Sichtlich durstig geworden liessen sich die Gäste im Bräustüberl nieder und genossen den Gerstensaft zu einer zünftigen Brotzeit. Bereichert mit dem Wissen um die Historie des Klosters und nun auch gesättigt trat die Gruppe die Heimreise an.  


Beschreibung

Seniorenbeauftragte des Marktes Tann ist Frau Petra Seidl. Wenn Sie Fragen haben, Hilfe oder Informationen rund um die Seniorenarbeit benötigen steht Ihnen Frau Seidl als Ansprechpartnerin gerne zur Verfügung.