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„Tag des offenen Denkmals“ am 13.09.2026 - Motto: NetzWERKE & Infrastruktur
Markt Rennertshofen
07.09.2026, 00:00

Der Tag des offenen Denkmals ist ein zentrale Veranstaltung der „Stiftung Deutscher Denkmalschutz“ und findet jedes Jahr am zweiten Sonntag in September statt. Unsere Denkmale in Bayern, ob groß oder klein, sind ein großer, wichtiger Teil unserer Geschichte und Kultur. Ebenso sind die Denkmale über die Jahrhunderte bis heute Ausdruck und Zeugnis unseres bayerischen Lebensgefühls. In den letzten Jahren erfreute sich der Tag des offenen Denkmals in unserem Landkreis einer stetig steigenden Anzahl von Teilnehmern

 

Programm – Objekte – Kurzbeschreibung - Infos

 

Schloß Sinning – Barockschloss
Führungen in Kleingruppen von 9.00 – 13.00 Uhr – Familie Drossbach


Das Schloss Sinning ist ein Barockschloss im Gemeindeteil Sinning der Gemeinde Oberhausen. Das dreigeschossige Schloss wurde um 1660 am Rande eines Ausläufers des Donaumooses von Franz Freiherr von Giese imRenaissancestil erbaut. Als die von Giese im Mannesmann ausgestorben waren, übernahm 1721 Freiherr Wilhelm Adam von Weveld für 9.750 Gulden das Schloss, das er 1727 im Norden und Osten um eine zweigeschossige barocke Flügelanlage im französischen Stil erweiterte. 1830 richtete Johann Baptist Freiherr von Weveld, seit 1807 Verwalter des Zwangsarbeiterhauses in München-Au, auf den Gütern um das Schloss eine Ziegelei, eine Gärtnerei sowie ein Bräuhaus ein und wandelte damit die Anlage in einen industriellen Landwirtschaftsbetrieb um. Dadurch wurde der Freiherr, der auch junge Landwirte ausbildete, zum größten Arbeitgeber im gesamten Umkreis. In den letzten Jahren wurde der Schlossflügel von der Familie Drossbach mit hohem Aufwand, sehr filigran und Denkmal gerecht saniert.

 

„St. Martin“ Aresing – kath. Pfarrkirche
Führung ab 12.30 Uhr mit Hr. Kirchenpfleger Jakob Beierl


Die Geschichte der Pfarrkirche St. Martin in Aresing geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Aus dieser Zeit stammt der im romanischen Stil erbaute Kirchturm mit Satteldach. Das Presbyterium mit seinem einfachen Gewölbe dürfte um die Zeit um 1400 entstanden sein. Das Langhaus mit der Flachdecke in der heutigen Gestalt wurde 1860 eingeweiht. Die neugotischen Altäre und die darin befindlichen Figuren stammen aus dem Jahr 1895. Am Sockel des Hochaltars erinnert ein „Lamm Gottes“-Gemälde von Johann Babtist Hofner an diesen hier beheimateten Kunstmaler. Der in Aresing geborene Kunst-Professor Michael Lutz vollendete 1953 das Langhaus-Deckengemälde als neunteiligen Zyklus aus der Martinslegende. Bemerkenswert ist, dass der Maler bedeutende Personen aus jener Zeit in sein Werk integriert und auch sich selbst dargestellt hat. Zur Bedeutung der Kirche trägt auch der 1751 in Aresing geborene und getaufte spätere Bischof von Regensburg, Theologieprofessor Dr. Michael Sailer, wesentlich bei.

 

„St. Jakob“ Schrobenhausen – kath. Stadtpfarrkirche
Führung ab 14.00 Uhr mit Hr. Stadtpfarrer Florian Stadlmayr


St. Jakob ist die katholische Stadtpfarrkirche in Schrobenhausen. Sie beherrscht die Stadtsilhouette von Schrobenhausen und befindet sich an einem Zubringerweg nach Santiago de Compostela. Vermutlich deshalb ist die Kirche dem heiligen Jakobus dem Älteren geweiht. Der spätgotische verputzte Ziegelbau ist eine dreischiffige, fünfjochige Hallenkirche mit Umgangschor und wurde von ca. 1450 bis 1480 erbaut. Die Strebepfeiler auf der Südseite sind mit Maßwerk geschmückt. Einfluss auf die Architektur hatte das Ingolstädter Liebfrauenmünster. Äußerlich imponieren der Turm mit Oktogon und Spitzhelm über Dreiecksgiebeln (1617–1624 erhöht) und der hohe Dachstuhl aus der Entstehungszeit der Kirche. Der Innenraum wird von einem Sternrippengewölbe über kämpferlosen Rundpfeilern ohne Gurt- und Scheidbögen abgeschlossen und zeigt dadurch eine starke Vereinheitlichung des Raumes. Von großer Bedeutung sind u.a. die im Jahr 1461 geschaffenen Wandmalereien mit einem Marienzyklus über dem Sakristeieingang sowie die in hoher Qualität und weitgehend nach Bibelmotiven farblich gestalteten gotischen Chor- und Kirchenfenster.

 

„St. Peter“ Sandizell – kath. Pfarrkirche / Hofmarkskirche (Asamkirche)
Führung ab 15.30 Uhr mit Hr. Josef Stegmair und Hr. Kirchenpfleger Georg Euba


1735 begann Johann Baptist Gunetzrhainer mit dem Bau der Hofmarkskirche, dem 1756 der Turm durch den kurfürstlichen Hofbaumeister Leonhard Matthäus Giessl folgte. Bedeutendstes Werk in der barocken, ovalen Hallenkirche mit den wunderschönen Gemälden und Malereien, den äußerst filigran gearbeiteten Stuckarbeiten wie Verzierungen, und der sehr gut erhaltenen Ausstattung ist der Hochaltar von Edin Quirin Asam. Die Kirche beherbergt die Grabdenkmale der Grafen von und zu Sandizell. Sie ist mit einem Durchgang mit dem Schlosspark verbunden. Sie ist heute die katholische Pfarrkirche St. Peter für die Einwohnern von Sandizell. Im Volksmund wird die kath. Pfarrkirche auch „Asamkirche“ genannt. Der Ursprung der Kirche geht auf ein Versprechen zurück. Graf Max Emanuel von Sandizell war anno 1730 in einer wichtigen Mission auf Malta gewesen und versprach eine Kirche zu bauen, wenn er wieder erfolgreich und gesund heimkommt. Fünf Jahre später wurde der Kirchenbau begonnen.

 

„Mariä Heimsuchung“ Berg im Gau – kath. Pfarrkirche
Führung ab 17.00 Uhr mit Hr. Kreisheimatpfleger Manfred M. Baierl


Die katholische Pfarrkirche „Mariä Heimsuchung“ in Berg im Gau ist eine barocke Saalkirche und wurde 1766 bis 1768 unter Einbeziehung der im Grundriss quadratischen unteren Turmgeschosse des romanischen Vorgängerbaus durch das Kloster Scheyern errichtet. Sie besteht aus dem Langhaus, dem eingezogenen, halbrund geschlossenen Chor im Osten, der Sakristei an der Südwand des Chors und dem aus der Längsachse nach Norden verschobenen Kirchturm. Die oktogonalen Obergeschosse des mit einer Zwiebelhaube bedeckten Turms sind durch Pilaster an den Ecken gegliedert. Im Turm hängen vier Kirchenglocken. Der Innenraum des Langhauses ist mit einem Stichkappengewölbe überspannt, ebenso der Chor. Auf dem Altarretabel des Hochaltares ist Maria dargestellt. Der Stuck- /Bänderstuck und die Deckenmalereien wurden erst 1967 hinzugefügt. Der vormalige Ortspfarrer Monsignore Anton Keller bezeichnete die Pfarrkirche „Mariä Heimsuchung“ ob der reichlichen Ausstattung und der heimeligen Stimmung immer als sein heimliches Wohnzimmer.

 

Hinweise:
- zur Teilnahme an den Führungen wird festes Schuhwerk empfohlen
- Haustiere sind bei den Führungen nicht erlaubt

 

LRA Neuburg – Schrobenhausen
Sachgebiet 20 – Kommunalwesen
- Kreisheimatpflege



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Beschreibung

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