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Bürgerversammlungen 2026 - Bericht
Bericht aus dem Gemeinderat
23.03.2026, 13:36

Bgm Sommer trägt zu den Bürgerversammlungen 2026 vor.

Er hat neun Versammlungen abgehalten.

Datum

Ort

Teilnehmer

16.01.2026

Wilburgstetten

56 plus Presse (Hr. Tippl)

23.01.2026

Wittenbach

39

24.01.2026

Greiselbach

37

31.01.2026

Rühlingstetten

35

28.01.2026

Online

6

07.02.2026

Villersbronn

41

12.02.2026

Seniorennachmittag

38

27.02.2026

Welchenholz

26

28.02.2026

Wilburgstetten

15

An den Präsenz-Versammlungen nahmen auch immer 5 bis13 Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat teil.

 

Die Tagesordnung gliederte sich wie folgt:

· Gemeinderatswahl am 08. März 2026

· Haushalt

· Interkommunale Zusammenarbeit

· Infrastruktur

· Energie-Genossenschaft

· Lebensqualität

· Treffpunkte

 

Folgende Punkte wurden aus der Bürgerschaft vorgebracht und diskutiert:

Wilburgstetten

· Bürgerfragestunde vor der Gemeinderatssitzung (15 Minuten): Wurde bereits 2024 angeregt mit der Begründung, dass nicht jeder den Bürgermeister ansprechen mag und eine ungefilterte Möglichkeit notwendig sei. Bgm Sommer verdeutlichte erneut seine ablehnende Haltung zu diesem Vorschlag. Aus seiner Sicht bestehen genügend Möglichkeiten zur Beteiligung der Bürgerschaft, z.B. durch die Bürgerversammlungen. Gemeinderatssitzungen sind dagegen sehr formell von Vorbereitung, Ablauf und Nachbereitung. Eine Worterteilung an einen Zuhörer ist z.B. immer nur mit Zustimmung des gesamten Gremiums zulässig.

· Helferkreis Wilburgstetten: Unterstützung der Gemeinde beim Solidaritätskonzert am 10.01.2026 hinterfragt. Bgm Sommer stellte klar, dass keine Kaltmiete verlangt worden sei, da es sich um eine Veranstaltung im Rahmen des 10-jährigen Bestehens des Vereins gehandelt habe.

· Bürger-Energie-Genossenschaft: Rolle der Gemeinde hinterfragt. Bgm Sommer stellte in Aussicht, dass die Gemeinde ein Interesse am Erfolg des Nahwärmenetzes habe und dass aufgrund eines Gemeinderatsbeschlusses keine Leitungsgebühren erhoben werden. Allerdings werde die Gemeinde das Leitungsnetz auch aus Gründen der Transparenz nicht selbst betreiben wollen. Deshalb sei die Gründung einer Bürger-Energie-Genossenschaft wünschenswert.

· Abwassergebühren: Vergleich mit anderen Gemeinden gewünscht. Bgm Sommer erläuterte erneut, weshalb Vergleiche nicht zweckmäßig sind. Dies begründet sich aus dem unterschiedlichen Aufwand zur Betreuung und Unterhaltung aufgrund unterschiedlicher Anzahl von Kläranlagen, Pumpwerken und Kanalleitungslängen sowie des Zustands derselben.

· Straßenbeleuchtung: Laterne am Ende der Mönchsrother Straße war bereits 2024 gewünscht. Der Gemeinderat hatte einen entsprechenden Beschluss am 30.10.2024 gefasst. Der Auftrag an die N-Ergie wurde am 31.10.2024 erteilt. Leider wurde der Auftrag bisher nicht umgesetzt. Auf Nachfrage teilte die N-Ergie mit, dass der Auftrag inzwischen vorbereitet ist und erledigt wird sobald es die Witterung zulässt. Die Gemeindeverwaltung wird ggf. im April 2026 nachfragen.

· Begegnungszentrum: Nach dem zukünftigen Standort wurde in mehreren Versammlungen gefragt. Der Helferkreis Wilburgstetten e.V. eröffnet demnächst am neuen Standort in der Frankenstraße. Es wurden Bedenken vorgetragen, dass der öffentliche Platz am Lindenbuck durch die Menschen im Begegnungszentrum übernutzt wird und anderen nicht mehr zur Verfügung steht. Bgm Sommer nutzte die Gelegenheit um für ein gegenseitiges Verständnis und gesellschaftliches Miteinander zu werben. Man wird die Entwicklung im Auge behalten. Er ist aber zuversichtlich, dass es – auch Dank der intensiven Betreuung durch die Ehrenamtlichen des Helferkreises – auch weiterhin in Wilburgstetten ruhig, friedlich und geordnet bleibt.

· Entlastungsspange Limburg: Hier wurde eine Frage nach der Beteiligung der Fa. Brenner&Haas gestellt. Bgm Sommer bekräftigte, dass dazu immer wieder gedeihliche Gespräche geführt werden.

In einer anderen Versammlung wurde der ausdrückliche Wunsch vorgetragen, dass die Entlastung auch baldmöglichst verwirklicht werden soll.

· Abwasserbereich: Von einem ehemaligen Klärwärter wird auf die damalige Vorgabe für den Personaleinsatz von maximal 2 Stunden pro Tag verwiesen. Bgm Sommer bestätigte diese Vorgabe. Aus seiner Sicht ist diese Vorgabe aus mehreren Gründen nicht mehr zeitgemäß: Zunächst sind die Aufgaben in dieser Zeit gar nicht zu schaffen. In der Folge entstehen Unzufriedenheit beim Personal und die Millionenwerte in den Kläranlagen und Kanalnetzen werden nicht sachgerecht gewartet und unterhalten. Bgm Sommer erläutert deshalb den derzeitigen Personaleinsatz indem er auf verschiedenste Vorgaben (u.a. Arbeitssicherheit) und den enormen Umfang der technischen Anlagen hinweist.

· Windrad-Projekt der ODR zusammen mit der Gemeinde und Grundeigentümern: Einzelne sehen dies als nicht notwendig an. Bgm Sommer stellt die Vorzüge des Projektes dar: Die Gewerbesteuer bleibt vor Ort. Grundeigentümer und Bürgerschaft können sich z.B. durch eine Bürger-Energie-Genossenschaft beteiligen.

· Dorfgemeinschaftshaus Rühlingstetten: Die Gemeinde errichtet das Dorfgemeinschaftshaus, das für die Bürgerschaft aus der gesamten Gemeinde offen steht. Die Kosten betragen 683.000 €, wovon 60% durch das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken getragen werden. Der Dorfverein Rühlingstetten 2021 e.V. wird das Gebäude über einen Pachtvertrag bewirtschaften.

· Jugendhütte an der Kläranlage: Dies wird aufgrund der Abgelegenheit als nicht ideal für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen angesehen. Besser wäre wieder eine Lösung innerorts wie zuletzt in der Hauptstraße 1. Bgm Sommer erläuterte das Konzept und dass tatsächlich auch eine innerörtliche Lösung mittelfristig wieder gesucht werden muss. Allerdings ohne Anliegerkonflikte.

· Smiley: Der Wunsch wurde geäußert, dass in Limburg von Welchenholz her kommend ein Smiley dauerhaft fest montiert wird. Das Ortsschild steht weit draußen. Deshalb mach der Smiley innerorts sehr viel Sinn.

 

Wittenbach

· Radweg entlang der Karl-Ruf-Straße: Hier wurde die versprochene Umsetzung des Radwegs eingefordert. Die weitere Planung solle zumindest beginnen. Bgm Sommer warb um Verständnis für die Priorisierung anderer Projekte, z.B. der Entlastungsspange.

· Beilagezettel zum Mitteilungsblatt zur Ankündigung der Erhöhung der Abwassergebühr: Auch auf der Gemeinde-Homepage veröffentlichen.

· Zur Erhöhung der Abwassergebühr und dem personellen Aufwand wurde eingehend diskutiert.

· Für den Bevölkerungsschutz wurde eine Sirene gefordert.

· Gewerbepark Süd an der B25: Der Sachstand zur Ansiedlung eines Vollsortimenters und zum „Zwischenlager“ wurde erfragt. Bgm Sommer wies auf laufende Gespräche hin. Das „Zwischenlager“ sei nicht im Sinne der Gemeinde.

 

Greiselbach

· Bei der Ortseinfahrt von der B25 her soll eine Straßenbeleuchtung errichtet werden. Darüber hinaus müssen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung getroffen werden, da hier viele Fußgänger unterwegs sind. Bgm Sommer nahm die Hinweise auf und erläuterte die Planung der Ortsumfahrung. Ein Gehweg sei nicht möglich, aber andere Maßnahmen – wie Beschilderung – sei möglich.

· B25: Der Abbiegevorgang von Süden nach Greiselbach sei sehr gefährlich, insbesondere wenn man bei hoher Geschwindigkeit im Verkehrsfluss mitfahre.

· Linde auf dem Platz beim Pfarrhaus: Die Wurzel des Baumes soll durch Humusauftrag geschützt werden. Der Zustand des Baumes wurde erfragt. Dieser ist jedoch noch nicht vom Baumkataster der Gemeinde erfasst.

 

Rühlingstetten

· Funkmast: Es liegen keine Informationen zur Inbetriebnahme vor.

· FFW Rühlingstetten: Schlauchtrocknung stellt großen Aufwand dar. Es wird der Wunsch nach einer organisatorischen Lösung geäußert. Es wird ein Lob für die Unterstützung der FFW durch die Gemeinde ausgesprochen.

· Abwasserbereich: Hier wurde zum personellen Aufwand und einem Vergleich bei einer Zusammenlegung diskutiert.

 

Villersbronn, mit Bürgern aus Knittelsbach und Brennhof

· Hauptstraße 1: Golf steht schon 1 Jahr, ohne dass er bewegt worden ist. Es wurde noch auf einen Müllsack hingewiesen.

· Interkommunale Zusammenarbeit wurde gefordert bei Feuerwehr, Bauhof und Wertstoffhof. Bgm Sommer erläuterte interkommunale Ansätze und Projekte, die in den nächsten Jahren verfolgt werden. Bei der Feuerwehr sei er sehr froh, dass die gemeindlichen Wehren aus Wilburgstetten und Greiselbach gemeinsam in das neue Einsatzgebäude ziehen werden. Dort wird auch die BRK-Bereitschaft einziehen.

 

Welchenholz

· Es wurde nach der Viehzählung gefragt wegen des Erlasses der Abwassergebühr

· Sonderbebauungsplan Bürgerwindkraft nördlich Welchenholz: Bgm Sommer wies auf den Sachstand hin. Die Gemeinde Wittelshofen wird dort vermutlich ein Projekt starten.

· Heckenpflege durch die Gemeinde: Der Zwicker am Bagger führe zu einer kompletten Zerstörung der Bäume. Diese könnten durchaus höher und nicht am Stammfuß gekappt werden. Bgm Sommer nahm den Hinweis auf und verwies auf das Baumkataster mit jährlicher Kontrolle. Deshalb müssten Bäume gefällt werden. Der Gemeinderat hat beschlossen bis 2050 mindestens 4 Bäume pro Jahr nachzupflanzen. In diesem Zusammenhang wurde gebeten, am Spielplatz die gefällte Birke nachzupflanzen.

· Biberproblematik entlang der Wörnitz und beim RÜB Rettenmeier: Die Gräben sollen frei gehalten werden. Bgm Sommer verwies auf den Aufwand, den die Gemeinde schon betreibt. Das Management sei sehr aufwendig.


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