Der 1. FC Oberhaid hat das Topspiel gegen den 1. FC Lichtenfels mit 2:0 für sich entschieden. Kevin Kleylein brachte die Gastgeber früh in Führung, ehe ein Eigentor von Hannes Reichel in der Schlussphase für die Entscheidung sorgte. Lichtenfels hatte nach der Pause mehr Ballbesitz, Oberhaid verteidigte jedoch konsequent und setzte die klareren Offensivaktionen.
Der Start gehörte den Hausherren: Schon in der sechsten Minute führte der erste Angriff zum Erfolg. Niklas Tscherner brachte den Ball nach vorn, und Kevin Kleylein drückte die Hereingabe aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie. Für den früheren Lichtenfelser war es sein achtes Saisontor. In der 15. Minute bot sich David Bauer die Chance, den Vorsprung auszubauen, sein Schuss mit links ging jedoch über das Tor.
Die Gäste fanden zunehmend besser ins Spiel. Nach starker Vorarbeit von Kling traf Elias Holzheimer in der 24. Minute vermeintlich zum Ausgleich, stand dabei aber knapp im Abseits. Kurz darauf wähnten einige Oberhaider nach einer Ecke den Ball bereits hinter der Linie – ein weiterer Treffer fiel vor der Pause jedoch nicht. So ging es nach einer intensiven, phasenweise umkämpften ersten Halbzeit mit wenigen klaren Möglichkeiten mit 1:0 in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel fehlte zunächst das Tempo der ersten 45 Minuten. Lichtenfels übernahm mehr Ballbesitz und kam in der 73. Minute zu einer guten Gelegenheit: Cedrik Gäbelein schloss einen starken Angriff ab, doch Baumgärtel klärte kurz vor der Linie. Oberhaid hielt dem Druck stand und schlug in der 83. Minute entscheidend zu. Nach einem Konter kam Kevin Kleylein an den Ball; der Abschluss landete über Lichtenfelser Verteidiger Hannes Reichel als Eigentor im Netz – das 2:0.
In der Nachspielzeit wurde es noch einmal brenzlig: Colin Carl traf für Lichtenfels den Außenpfosten. Der Anschlusstreffer blieb aus, und Oberhaid brachte den Heimsieg über die fünfminütige Nachspielzeit.
FCO-Trainer Mathias Rupp sah den Matchplan bestätigt: „Wir mussten richtig viel verteidigen. Auf der anderen Seite haben wir es sehr zielstrebig nach vorne gespielt.“ Lichtenfels habe es seiner Mannschaft mit spielerischer Qualität schwer gemacht, sagte Rupp. Die klareren Möglichkeiten habe aber Oberhaid gehabt und effektiv genutzt.
Lichtenfels-Coach Pascal Scholz wollte seinem Team trotz der Niederlage wenig vorwerfen. Nach einer ersten Halbzeit mit einigen zugelassenen Räumen habe seine Mannschaft nach der Pause viel Ballbesitz gehabt, aber den letzten Pass nicht hinbekommen. „Hinten raus fangen wir uns bei einem Konter ein Eigentor“, sagte Scholz. Seine Mannschaft habe alles gegeben und alles reingeworfen.
Für Kleylein war der Treffer gegen den früheren Verein ein besonderer Moment. Er habe sich auf das Wiedersehen mit den alten Kollegen gefreut und verbinde mit seiner Zeit in Lichtenfels schöne Jahre. „Ich empfinde keinerlei Genugtuung, aber etwas Besonderes ist mein Tor heute natürlich schon“, sagte der Matchwinner.
