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Vortrag von Dr. Manuela Daschner zur Pfarreiengeschichte Zell - Einladung an alle
Pressevertreterin: Angelika Handl
30.03.2026, 09:52
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700 Jahre Pfarrei Zell – Sieben Jahrhunderte wechselvolle Geschichte


Im Jahr 1326 wurde die Pfarrei Zell erstmals urkundlich erwähnt. 700 Jahre später ist dieses Jubiläum Anlass, auf eine wechselvolle Geschichte zurückzublicken:

 

Ein Vortrag von der Historikerin Dr. Manuela Daschner - in Zusammenarbeit mit der KEB - am Sonntag, 19.April 2026 um 16 Uhr im Gemeindehaus Martinsneukirchen zeichnet fundiert und anschaulich die Entwicklung der (Pfarr-)Gemeinde Zell vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert nach.


Beleuchtet werden die mittelalterliche Besiedlung der Gegend um Zell und die konfessionelle Teilung des Ortes. Während der bayerische südliche Teil katholisch blieb, wurde der nördliche Teil zusammen mit der Oberen Pfalz erst lutherisch und später calvinistisch. Die Kirche stand dabei unmittelbar an der Landesgrenze und war ein sichtbares Zeichen dafür, wie sehr große religiöse und politische Umbrüche auch das Leben vor Ort beeinflussten. Besonders einschneidend wirkten sich die Ereignisse des Dreißigjähriger Krieg aus: Die Burg des Ortes wurde gebrandschatzt und zerstört, Not und Unsicherheit prägten das Leben der Menschen für viele Jahre. Erst ab 1666 setzen die heute erhaltenen Kirchenbücher ein – als stille, aber eindrucksvolle Zeugnisse eines Neubeginns nach Jahren der Verwüstung. Auch der Wandel im 19. Jahrhundert kommt zur Sprache: Die mittelalterliche Kirche wich einem Neubau, der bis heute das Ortsbild prägt. So spannt der Vortrag den Bogen über sieben Jahrhunderte hinweg und zeigt, wie eng Glauben, Politik und Alltag miteinander verflochten waren.

 

Die Veranstaltung lädt dazu ein, die eigene Heimatgeschichte neu zu entdecken – und zu erfahren, wie sehr die Spuren der Vergangenheit bis heute nachwirken.

 

Die ganze Bevölkerung ist in den großen Saal des Gemeindehauses Martinsneukirchen eingeladen.


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