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Gesang- und Geschichte in St. Nikolaus
Pfarrei St. Nikolaus Fiegenstall
26.10.2026, 14:10
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Stadtpfarrer Dr. Thomas Stübinger durfte in der Fiegenstaller St. Nikolaus Kirche die Männer Schola aus Abenberg sowie Gästeführer Federico Weyland zu einem Doppelgenuss aus Kunsthistorie und Ohrenschmaus, begrüßen. Der ursprünglich auf gregorianische Gesänge spezialisierte Chor singt heute alle Arten von Kirchenliedern. Die Zuhörer waren von der Stimmgewalt begeistert und spendeten reichlich Applaus.  Der Chor wurde vor Jahren von dem heute in Ellingen lebenden Ruhestandspfarrer Herrn Brenner anlässlich einer Silberhochzeit aus der Taufe gehoben. Nach den Worten von Chorleiter Herbert Watzl wird nicht aktiv um jungen Nachwuchs geworben. Nach seinen Worten wird der Chor irgendwann erlöschen. Ob es einen Chor 2.0 gibt, ist offen.

Gästeführer Frederico Weyland führte die Besucher durch die Geschichte der Fiegenstaller Kirche und stellte den Marienaltar vor. Die Nikolauskirche war früher eine Wehrkirche und wurde 1070 erstmals geweiht. Eine schlimme Zeit war der 30-jährige Krieg, als die Feldherrn Tilly und Gustav Adolf Weißenburg und ihre Umgebung plünderten. Um 1700 begann der Wiederaufbau, den die Stadt Weißenburg bezahlte. Der Marienaltar wurde nach den Vorgaben der Patrona Bavariae angefertigt. Er wurde im Jahre 1733 von drei Guttätern finanziert. Die Figur ist eine sogenannte Mondsichel-Madonna, umkleidet von der Sonne, den Sternen und zu den Füßen der Mond und die Schlange, wobei die Sonne das Christentum und der Mond das Wachstum und den Wandel symbolisiert. Die Schlange ist das Zeichen des Bösen.