Am Freitagabend startete die diesjährige 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr Lauterhofen. Für die Jugendlichen hieß es ab diesem Zeitpunkt: Einsatzbereitschaft herstellen, gemeinsam im Feuerwehrhaus verbringen und gespannt auf den nächsten Alarm warten.
Zu Beginn erhielt jeder Jugendliche einen eigenen *Piepser*, mit dem die verschiedenen Übungseinsätze angekündigt wurden. Welcher Einsatz auf die Jugendlichen zukam, blieb dabei zunächst eine Überraschung. Und lange mussten sie nicht auf den ersten Alarm warten.
Erster Einsatz: Unterstützung bei einer Personenrettung
Kurz nach Beginn der Übung ertönte bereits der erste Alarm. Gemeinsam mit den Jugendfeuerwehren aus Brunn, Gebertshofen und Pettenhofen ging es zu einem laufenden Einsatz.
Vor Ort wartete eine besondere Herausforderung auf die Jugendlichen: Eine Person war unter einem umgestürzten Baum eingeschlossen und musste befreit werden. Gemeinsam mit den anderen Jugendfeuerwehren wurde die Rettung vorbereitet und durchgeführt. Mit viel Teamarbeit und vereinten Kräften konnte die Person schließlich erfolgreich unter dem Baum hervorgeholt werden.
Nach diesem gelungenen ersten Einsatz ging es zurück ins Feuerwehrhaus. Dort wartete bereits die wohlverdiente Stärkung: Burger für alle!
Doch die Ruhe hielt nicht lange an. Kaum war der letzte Bissen des letzten Burgers gegessen, ertönte auch schon wieder der Alarm.
Technische Hilfeleistung bei Nacht
Diesmal führte der Einsatz die Jugendlichen zum Bauhof Lauterhofen.
Mit Einsatzfahrzeugen und Beleuchtung wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet und die Person aus dem Auto gerettet. Auch hier zeigte sich, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit und Kommunikation innerhalb der Mannschaft sind.
Doch damit war die Nacht noch lange nicht vorbei.
Vermisstensuche am Kalvarienberg
Kurz nach Mitternacht ertönte erneut der Piepser. Diesmal lautete das Einsatzstichwort „Vermisste Person“.
Die Jugendlichen machten sich auf die Suche und durchkämmten den Bereich rund um den Kalvarienberg. Unterstützt durch eine Wärmebildkamera suchten sie das Gelände systematisch ab. Schließlich konnte die vermisste Person gefunden und sicher gerettet werden.
Nach diesem nächtlichen Einsatz war es nun aber tatsächlich Zeit, etwas Schlaf nachzuholen. Zumindest für einige Stunden.
Früh am Morgen ging es weiter
Um 05:45 Uhr war die Nachtruhe jedoch bereits wieder beendet. Der nächste Alarm führte die Jugendlichen zum Sportheim Lauterhofen. Dort war ein ausgelöster Alarm einer Brandmeldeanlage gemeldet worden.
Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um einen simulierten Fehlalarm handelte. Nachdem die Lage kontrolliert und der Einsatz erfolgreich abgearbeitet worden war, ging es zurück zum Feuerwehrhaus.
Nach einem kurzen Frühstück und einer kleinen Stärkung waren die Jugendlichen wieder bereit für die nächste Herausforderung.
Katze oder doch ein Drache?
Als Nächstes wartete ein tierischer Einsatz auf die Nachwuchsfeuerwehrleute. Eine Katze – beziehungsweise ein Drache – musste vom Dach des Kindergartens gerettet werden.
Mit den entsprechenden Geräten und unter Anleitung der Betreuer machten sich die Jugendlichen daran, das Tier sicher vom Dach zu holen. Auch dieser Einsatz wurde erfolgreich gemeistert.
Höhenrettung bei der Firma Trollius
Kaum war der tierische Einsatz beendet, wartete bereits die nächste Herausforderung. Bei der Firma Trollius stand eine Übung zur Höhenrettung auf dem Programm.
Eine verletzte Person musste aus einer Höhe gerettet werden. Dabei konnten die Jugendlichen ihr bisher gelerntes Wissen unter Beweis stellen. Gemeinsam wurde die Rettung vorbereitet, gesichert und durchgeführt.
Dank guter Zusammenarbeit und konzentriertem Vorgehen konnte auch diese Aufgabe erfolgreich bewältigt werden.
Abschluss mit einem Brandszenario
Zum Abschluss der 24-Stunden-Übung wartete noch einmal ein klassischer Feuerwehreinsatz auf die Jugendlichen: Ein Brandereignis musste bekämpft werden.
Gemeinsam bauten die Jugendlichen die Wasserversorgung auf, nahmen die Strahlrohre vor und gingen gegen das Übungsfeuer vor. Durch gute Kommunikation, Teamarbeit und den Einsatz aller Beteiligten konnte der Brand schließlich erfolgreich gelöscht werden.
Damit ging eine ereignisreiche und abwechslungsreiche 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr Lauterhofen zu Ende.
In den vergangenen 24 Stunden konnten die Jugendlichen bei zahlreichen unterschiedlichen Einsatzszenarien ihr Wissen und Können unter Beweis stellen. Neben den feuerwehrtechnischen Aufgaben standen dabei vor allem Teamgeist, Kameradschaft und der Spaß an der Feuerwehr im Mittelpunkt.
Ein herzliches Dankeschön
Die Jugendfeuerwehr Lauterhofen bedankt sich herzlich bei allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen der 24-Stunden-Übung beigetragen haben.
Ein besonderer Dank gilt den Jugendfeuerwehren aus Brunn, Gebertshofen und Pettenhofen für die tolle Zusammenarbeit und die gemeinsamen Einsätze. Ebenso bedanken wir uns bei den Firma Trollius, Privatpersonen und allen weiteren Beteiligten, die ihre Unterstützung und ihre Örtlichkeiten für die verschiedenen Übungsszenarien zur Verfügung gestellt haben.
Ein Dankeschön geht außerdem an den Sportverein Lauterhofen, der diese Übung ebenfalls unterstützt und ermöglicht hat.
Ohne die Unterstützung und das Engagement so vieler Beteiligter wäre eine solch abwechslungsreiche und realitätsnahe 24-Stunden-Übung nicht möglich gewesen.
Die Jugendfeuerwehr Lauterhofen blickt auf 24 spannende, lehrreiche und vor allem kameradschaftliche Stunden zurück – und eines ist sicher: Beim nächsten Alarm sind unsere Nachwuchsfeuerwehrleute wieder bereit!
Links:
- Informationsseite der Jugendfeuerwehr Lauterhofen
- Jugendwarte der Freiwilligen Feuerwehr Lauterhofen
