„Kapitel XIII: Ein wunderbares Beispiel für Armut und Demut, das der Heilige Franziskus gab.“
Franziskus und Bruder Masseo sind wieder einmal unterwegs und kommen sehr ausgehungert auf einem Landfleck an. Sie betteln um Brot.
Dann kommen sie an eine Quelle mit frischem, klarem Wasser, setzen sich nieder und legen die Brotstücke auf einen Stein.
Als Franziskus das einfache Mahl aus Brot und Quellwasser vor sich sieht, sagt er zu Bruder Masseo:
„Oh Bruder Masseo, wir sind eines so großen Schatzes nicht wert!“
Masseo fragt etwas verdutzt, wie man hier von einem „Schatz“ sprechen könne.
Franziskus gab ihm zu verstehen, dass genau jetzt und hier Gott gegenwärtig ist:
Im geschenkten Brot, im Stein der als Tisch dient, im klaren Wasser der Quelle.
Stellen wir uns vor, wie Franziskus da sitzt in der Natur Italiens, das Brot riecht, den Stein spürt, das frische Wasser fühlt und vielleicht auch das kleine Gänseblümchen neben seinen Füßen dankbar betrachtet.
Impulse:
- Ich will meine Sinne öffnen in der Natur, Zuhause, in der Arbeit.
- Ich schaue mich um, welche einfachen Schätze umgeben mich gerade?
Meinen Dank über einen Schatz, schreibe ich auf, in einem Satz!
Guter Gott, ich danke dir für all die sichtbaren und unsichtbaren Schätze, mit denen Du mich tagtäglich beschenkst.
Das kleine Gänseblümchen blüht für Einfachheit und Dankbarkeit.
