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Wärmewende: Markt Rennertshofen beauftragt LEW und Partner INEV mit Erstellung eines kommunalen Wärmeplans
Markt Rennertshofen
07.07.2026, 00:00

Die Lechwerke (LEW) und ihr Partner INEV (Institut für nachhaltige Energieversorgung) erstellen gemeinsam für den Markt Rennertshofen einen kommunalen Wärmeplan. Ziel ist es, eine fundierte Grundlage für eine zukunftsfähige, klimafreundliche und wirtschaftliche Wärmeversorgung in der Marktgemeinde zu schaffen.

 

Die kommunale Wärmeplanung bildet die Basis für die Wärmewende vor Ort. Die Wärmeversorgung verursacht einen erheblichen Anteil der Treibhausgasemissionen – sowohl durch Heizungen in privaten Haushalten als auch durch Prozesswärme in Gewerbe und Industrie. Städte und Gemeinden sind gesetzlich verpflichtet, entsprechende Wärmepläne bis Juni 2028 zu erarbeiten, um langfristige Orientierung für eine klimafreundliche Versorgung zu bieten.

 

LEW-Projektleiter Sebastian Sperner erläutert den Ansatz: „Wir betrachten Energieversorgung ganzheitlich und denken Strom, Wärme und Mobilität zusammen. Mit unserer Erfahrung im Betrieb von Wärmenetzen können wir praxisnahe und nachhaltige Lösungen für die Kommune aufzeigen.“

 

LEW und INEV bündeln ihre Expertise

 

Bei der Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung für den Markt Rennertshofen arbeitet LEW eng mit dem INEV zusammen. Das Institut begleitet Kommunen und Unternehmen bei der Erreichung ihrer Klimaziele und beim Aufbau zukunftsfähiger Strukturen. INEV ist bundesweit tätig und betreut rund 150 Kommunen – von kleinen Landgemeinden bis hin zu großen Städten.

 

Die enge Zusammenarbeit und das gebündelte Know-how beider Unternehmen bildet ein starkes Fundament für die kommunale Wärmeplanung in der Marktgemeinde Rennertshofen. Die Kooperation ermöglicht es, modellbasierte Szenarien praxisnah einzuordnen und bereits heute zentrale Bausteine für eine sektorübergreifende Klimaschutzstrategie zu definieren.

 

Von der Analyse zur Strategie

 

Zu Beginn führen LEW und INEV eine Eignungsprüfung durch, um Gebiete zu identifizieren, die sich besonders für zentrale oder dezentrale Wärmeversorgungslösungen eignen. Dabei spielen Faktoren wie Bebauungsdichte, bestehende Infrastruktur und energetischer Zustand der Gebäude eine wichtige Rolle.

 

Im Anschluss werden detaillierte Bestandsdaten erhoben, darunter Gebäudestrukturen, Haushaltszahlen sowie Art und Alter bestehender Heizsysteme. Aufbauend darauf erfolgt eine Potenzialanalyse, in der erneuerbare Wärmequellen identifiziert und mit vorhandenen Wärmeanlagen und -netzen abgeglichen werden. Ziel ist es, Einsparpotenziale sichtbar zu machen und geeignete Versorgungsoptionen zu entwickeln.

 

Auf Grundlage dieser Analysen werden einzelne Gebiete im Markt Rennertshofen voraussichtlichen Wärmeversorgungsbereichen zugeordnet und hinsichtlich kosteneffizienter Lösungen bewertet. Erste Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse werden im Herbst erwartet. Anschließend sollen die Erkenntnisse transparent aufbereitet und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

 

Der kommunale Wärmeplan dient als zentrale Entscheidungsgrundlage für Politik, Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürger und schafft die Voraussetzung, die Wärmewende in Rennertshofen gemeinsam und Schritt für Schritt voranzubringen.



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