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Irritationen in der Kirchengemeinde Sulzbürg Kirchenvorstand klärt auf
Landl-Pfarrei - Kirchengemeinden Sulzbürg - Mühlhausen - Bachhausen
04.03.2026, 12:13
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Widersprüchliche Aussagen zur Marktkirche verunsichern Kirchengemeinden massiv

Sulzbürg. Die öffentliche Aussage von Dekanin Christiane Murner, die Marktkirche in Sulzbürg sei in Kategorie C eingestuft und solle veräußert werden, hat in der Kirchengemeinde Sulzbürg und in den weiteren Kirchengemeinden der Landlpfarrei erhebliche Unruhe ausgelöst. Der Kirchenvorstand widerspricht dieser Darstellung deutlich.

Bei einem Treffen der Kirchenvorstände Gabi Weichselbaum, Hermann Oelfe und Horst Bernreiter, die auch Bürgermeister Martin Hundsdorfer begrüßen konnten, wurde hier nach Lösungen gesucht. Nach Angaben des Sulzbürger Kirchenvorstands wurde in einer Sitzung ausdrücklich beschlossen, die Marktkirche der Kategorie B zuzuordnen und sie so nicht zum Verkauf freizugeben zu müssen. Umso größer ist das Unverständnis darüber, dass diese gegenteilige Darstellung ohne vorherige Abstimmung veröffentlicht wurde. Die Verantwortlichen vor Ort erfuhren von der angeblichen Verkaufsabsicht nur aus der Zeitung. Die Folgen dieser Berichterstattung waren, so die Kirchenvorstände, unmittelbar spürbar. Im Pfarramt Sulzbürg sowie bei den Kirchenvorständen klingelten die Telefone nahezu ununterbrochen. Zahlreiche Gemeindemitglieder äußerten Verunsicherung und kein Verständnis gegenüber den ehrenamtlichen Vertretern und warfen ihnen mangelnde Transparenz vor. Der Kirchenvorstand sieht sich dadurch in eine Rechtfertigungsrolle gedrängt, die er als unnötig und vermeidbar bezeichnet.

Vor diesem Hintergrund fordert der Kirchenvorstand nun mit Nachdruck eine öffentliche Klarstellung durch die Dekanin. „Die aktuelle Situation habe nicht nur in Sulzbürg, sondern auch in den vier weiteren Kirchengemeinden der Landlpfarrei zu großer Unsicherheit geführt und die Thematik müsse verbindlich und nachvollziehbar geklärt werden, um weiteren Schaden für das Vertrauen innerhalb der Kirche abzuwenden.

Auch Bürgermeister Martin Hundsdorfer reagierte umgehend auf die Berichterstattung. Er wies das zuständige Dekanat auf die aus seiner Sicht fehlerhaften Informationen hin und machte deutlich, dass auch die politische Gemeinde von einer derart weitreichenden Entscheidung überrascht worden sei. Eine frühzeitige Einbindung der Kommune die wünschenswert sei, habe nicht stattgefunden.

Hundsdorfer betonte, dass sich die Gemeinde aktiv für den Erhalt ihrer Kirchen einsetze. „Wir unterstützen unsere Gotteshäuser sowohl finanziell als auch mit Arbeitsleistungen, soweit es uns möglich ist“, erklärte er. Derzeit plane die Gemeinde konkrete Entwässerungsmaßnahmen an der Marktkirche, die nach Zustimmung des Gemeinderates durch den Bauhof umgesetzt werden sollen.

Wie Hermann Oelfe in diesem Zusammenhang sagte, sei dem Kirchenvorstand bewusst, dass die Einstufung in Kategorie B einen teilweisen oder vollständigen Wegfall von Fördermitteln nach sich ziehen kann. Dennoch zeigt man sich entschlossen, die notwendigen Maßnahmen durch Eigenmittel und ehrenamtliche Arbeit zu bewältigen. Gerade dieses Engagement vieler Ehrenamtlicher sehe man durch die widersprüchlichen öffentlichen Aussagen in Frage gestellt.

Der Kirchenvorstand macht weiter deutlich, dass die Marktkirche Sulzbürg weiterhin als Gotteshaus und identitätsstiftender Ort erhalten bleiben soll. Voraussetzung dafür sei jedoch eine klare, verlässliche und abgestimmte Kommunikation seitens der kirchlichen Leitung.

Die Verantwortlichen vor Ort erwarten nun eine eindeutige öffentliche Richtigstellung, um die entstandene Verunsicherung zu beenden und das Vertrauen der Gemeindemitglieder wiederherzustellen. Ohne diese Klarheit drohe der Konflikt weiter zu schwelen und das Verhältnis zwischen Kirchenleitung, Ehrenamt und Kommune dauerhaft zu belasten.

 


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Beschreibung

Herzlich Willkommen in der Landl-Pfarrei Wir leben als evangelische Christen im "Landl" in der westlichen Oberpfalz. Dieses Gebiet rund um den weit sichtbaren Sulzbürger Höhenrücken südlich von Neumarkt beherrschten die Reichsgrafen von Wolfstein. In den fünf überschaubaren Kirchgemeinden zeigt sich bis heute eine lebendige Mischung aus Traditionen und vielen Innovationen.