Der Kirchenbauverein Pödeldorf lud Herrn Helmut Hoch von der Katholischen Erwachsenenbildung ein. Herr Hoch studierte Philosophie, Psychologie und Theologie in Bamberg. Er referierte zum Thema:
Tod was dann?
Ist der Mensch nur Materie? Oder hat er eine Seele?
Helmut Hof zeigte auf, wie sich die Vorstellung der Menschen über das Leben nach dem Tod im Laufe der Zeit entwickelte. Die Vorstellungen spiegelten seit der Zeit der ältesten Bibeltexte bis heute auch das soziale Umfeld wieder.
Herr Hof erläuterte was die Wissenschaft über das Sterben des Menschen herausgefunden hat. Nahtoderfahrungen werden als elektrisches Feuerwerk des sterbenden Gehirns gedeutet. Was wissenschaftlich nicht beantwortet werden kann - ist unser Gehirn mehr als reine Materie.
In der Kunst sind die Totentänze ein häufiges Motiv. Zeigen sie doch auf, dass alle, hochgestellte und einfache, reiche und arme das gleiche Schicksal teilen – den Tod.
Ein modernes Bild mit einem Totentanz im Supermarkt zeigt provokant das Ende unseres Konsumstrebens.
Aber gerade aus unserem christlichen Verständnis ist Tod nicht nur das Ende unseres Lebens. Der Tod ist das Tor zum Leben. Einmal zum ewigen Leben. Aber durch dieses Tor wird uns auch die Bedeutung unseres Daseins gezeigt.
Mit der Gewissheit des eigenen Sterbens sagt der Tod:
Lebe dein Leben bewusst und selbstbestimmt. Es soll nicht auf unserem Grabstein stehen: habe vorgehabt zu leben.
Die Vorbereitung auf das Sterben ist die beste Vorbereitung für das Leben. Jeder hat seinen eigenen Tod, weil jeder sein eigenes Leben geführt hat.
In Anspielung an die heutige Weltlage bemerkte er, dass zwar die Kreuzigung von Jesus 2000 Jahre her ist, sie aber heute immer noch an den geschundenen Menschen der Welt statt findet.
Was den Zuhörern in der Heilig Geist Kirche in Pödeldorf ans Herz gelegt wurde, ist der Aufruf zu einem bewussten, selbstbestimmten Leben ohne Angst vor dem eigenen Tod.
