Szenische Lesung mit Dr. Dieter Vaupel und Anna Hardt.
Blanka ist noch ein Kind, als sie von den Nazis verfolgt und mit ihrer Familie 1944 aus ihrer Heimat Ungarn deportiert wird. Gleich bei ihrer Ankunft in Auschwitz wird Blanka von Ihren Eltern getrennt. Nach sieben schrecklichen Wochen in Auschwitz selektiert man sie zur Zwangsarbeit. In der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau muss sie mit ihrer Schwester Aranka Bomben und Granaten befüllen. Die beiden Mädchen überleben Zwangsarbeit und Todesmarsch. Als sie nach Ungarn zurückkehren, erfahren sie, dass sie nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihre Eltern im Holocaust verloren haben.
Dieter Vaupel lernte Blanka Pudler vor 40 Jahren in Budapest kennen. Er organisierte ge-meinsam mit ihr jahrelang Zeitzeugengespräche vor Hunderten von Schüler*innen. Gemeinsam begannen sie, Blankas Geschichte aufzuschreiben. Nach ihrem Tod stellte Dieter Vaupel das Buch fertig. Blanka Pudler (1929-2017) blickt darin mit den Augen eines Kindes auf die unmenschliche, bedrohliche Welt um sich herum. Trotz allem gibt sie die Hoffnung nicht auf. Die bewegende Erzählung ist verknüpft mit zahlreichen historischen Dokumenten
