Am Dienstag, 13. Oktober 2026, um 19.00 Uhr findet im Feuerwehrhaus Buxheim ein hochaktueller Vortrag mit anschließender Diskussion statt.
Unter dem Titel „2029 – Sind wir in Deutschland bereit für den Ernstfall?“ beleuchtet Generalleutnant a. D. Horst Martin die sicherheitspolitische Lage Deutschlands und Europas sowie die daraus resultierenden Herausforderungen für Politik, Streitkräfte und Gesellschaft.
Zu Beginn des Vortrags gibt General Martin eine kompakte Einführung in die gegenwärtige geopolitische Situation und zeigt mögliche Entwicklungen und Konsequenzen für Deutschland auf. Im Mittelpunkt stehen dabei militärische und politische Überlegungen sowie die Frage, wie Deutschland auf einen möglichen Ernstfall vorbereitet ist.
Dabei werden unter anderem folgende Themen behandelt:
- Welche rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen stehen einer notwendigen „Kriegstüchtigkeit“ im Sinne von Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit entgegen?
- Welche Veränderungen sind innerhalb unserer Gesellschaft erforderlich?
- Welche Rolle kann eine freiwillige Wehrpflicht spielen?
- Wie sind Deutschland und Europa militärisch aufgestellt – insbesondere mit Blick auf eine europäische Sicherheitsarchitektur ohne die Unterstützung der USA?
Am Ende seines Vortrags wird General Martin eine Antwort auf die zentrale Frage des Abends geben: Ist Deutschland auf den Ernstfall vorbereitet?
Im Anschluss steht der erfahrene ehemalige Luftwaffenoffizier für Ergänzungen, Anmerkungen, Fragen und eine ausführliche Diskussion mit dem Publikum zur Verfügung.
Zur Person: Generalleutnant a. D. Horst Martin
Generalleutnant a. D. Horst Martin trat 1967 in die Luftwaffe ein. Nach seiner Offizierausbildung wurde er in den Vereinigten Staaten zum Luftfahrzeugführer ausgebildet. Während seiner aktiven Dienstzeit absolvierte er mehr als 3.500 Flugstunden, überwiegend auf den Flugzeugmustern F-104 Starfighter und PA-200 Tornado.
In seiner letzten dienstlichen Verwendung war General Martin stellvertretender Befehlshaber der Alliierten Luftstreitkräfte in Ramstein. Zuvor war er in zahlreichen nationalen und internationalen Stabsverwendungen im In- und Ausland tätig.
Eine seiner ersten fliegerischen Verwendungen führte ihn nach Memmingerberg zum damaligen Jagdbombergeschwader 34. Dort war er in den 1980er-Jahren zuletzt Kommandeur der fliegenden Gruppe.
Auch nach seiner aktiven Dienstzeit ist General Martin weiterhin eng mit der militärischen Ausbildung verbunden und wirkt als Mentor an der Führungsakademie der Bundeswehr in verschiedenen Ausbildungsabschnitten des Generalstabslehrgangs mit.
Der gebürtige Bremer ist dem Allgäu seit vielen Jahren verbunden und hat bis heute in Buxheim seine Heimat. Dort engagiert er sich unter anderem als Mitglied der örtlichen Veteranen- und Soldatenkameradschaft aktiv im Vereinsleben.
