Die christlichen Wurzeln des Antisemitismus und dessen Kulmination im Völkermord an den Jüdinnen und Juden Europas werfen nach wie vor einen unaufhebbaren Schatten auf Geschichte und Gegenwart der christlich-jüdischen Beziehungen. Dieser Schatten sollte jedoch nicht die Ambivalenz und Vielgestaltigkeit dieser Beziehungen verdecken: Sie waren in den vergangenen Jahrhunderten von Nähe und Distanz, von Austausch und Ausgrenzung, von Koexistenz und Verfolgung geprägt, wie es sich auch in der Geschichte der jüdischen Gemeinden in Franken zeigt.
Bei der Veranstaltung führt die Judaistin Susanne Talabardon zunächst mit einem Fachvortrag in die Thematik ein, anschließend widmet sich eine Podiumsdiskussion der Bedeutung des Themas in der Gegenwart. Am Nachmittag wird Schnaittach mit seinem bedeutenden kulturellen Erbe in Führungen als Lernort vorgestellt und Formen von praktischer Bildungsarbeit anhand von konkreten Objekten und authentischen Orten mit den Teilnehmenden diskutiert.
Informationen zum Programm und Ablauf finden Sie hier: VERANSTALTUNGSKALENDER – Jüdisches Museum Franken
