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Kunstausstellung „Stille Weiten - geformte Kräfte“
Rettet die Alte Kirche Körrenzig e.V.
11.02.2026, 15:44
28.08.2026 19:30-30.08.2026 18:00
Kultur-Raum Alte Kirche St. Peter Körrenzig
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Den Schlusspunkt der Reihe „Kultur Alte Kirche“ in diesem Jahr bildet eine Kunstausstellung vom 28. bis 30. August. In dieser gemeinsamen Ausstellung treten die Landschaftsfotografien von Günther Król in einen Dialog mit den Stahlskulpturen des Metallbildhauers Willi Arlt. Trotz unterschiedlicher Materialien und Ausdrucksformen teilen beide Künstler ein zentrales Interesse: die Erforschung von Form, Struktur und Reduktion.

Während Król mit dem Medium Fotografie Licht, Atmosphäre und die flüchtigen Momente nordischer Landschaften einfängt, arbeitet Arlt mit dem widerständigen Material Stahl – Sinnbild für Beständigkeit, Gewicht und Präsenz. In der Gegenüberstellung von Bild und Skulptur entstehen neue Wahrnehmungsräume: Flüchtiges trifft auf Dauerhaftes, Licht auf Material, Naturbeobachtung auf konstruktive Form. So entwickelt sich ein spannungsreicher Dialog, in dem sich fotografische Landschaft und plastische Arbeit gegenseitig ergänzen und vertiefen.

Willi Arlt widmet sich seit 1998 intensiv der Metallbildhauerei. Der Mensch in seiner Umgebung ist ein zentrales Motiv seiner Arbeiten. Aus Eisen formt Arlt durch Schneiden, Biegen und Aufschweißen weich anmutende, oft minimalistische Figuren – reduziert in Form, aber ausdrucksstark in Haltung. Manche Werke entstehen aus eigenen Texten, andere inspirieren wiederum neue Wortbilder. Seine Skulpturen finden sich heute im öffentlichen Raum, unter anderem in Geilenkirchen, Erkelenz, Hückelhoven, Übach-Palenberg, Rösrath und im französischen Quimperlé. Arlt engagiert sich zudem in verschiedenen Kunstvereinen der Region, darunter als Vorsitzender von GK-KULTURgut! e.V. in Geilenkirchen sowie im Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen und im Organisationsteam des Kunstlabors Heinsberg.

Günther Król, 1952 geboren, lebt und arbeitet seit 1985 als freier Fotograf in Linnich. Nach über drei Jahrzehnten als Bildjournalist fand er seinen Weg zur künstlerischen Fotografie, mit Schwerpunkten in Industrie- und Landschaftsdarstellung. Seit 2010 präsentiert er seine Arbeiten regelmäßig in Einzel-, Duo- und Gruppenausstellungen.

Für die Ausstellung zeigt Król seine Serie „Nordische Momente“, entstanden auf Reisen durch Island, die Färöer-Inseln und Schottland. Seine Fotografien dokumentieren nicht, sie interpretieren. Im Fokus stehen Stimmungen, Lichtverhältnisse und die fragile Balance zwischen Natur und Wahrnehmung. Klare Farben, markante Formen und die dynamische Wirkung von Wetter und Licht prägen die Bildsprache dieser Serie.

Die Ausstellung bespielt den gesamten „Kultur-Raum Alte Kirche“ – sowohl das Kircheninnere als auch die neu gestalteten Außenflächen innerhalb der Umfassungsmauer.

Eröffnet wird die Ausstellung am 28. August um 19:30 Uhr mit einer Vernissage. Geöffnet ist die Ausstellung am 29. August von 14.00 bis 18:00 Uhr und am 30. August in der Zeit vom 11:00 bis 18:00 Uhr.


Rettet die Alte Kirche Körrenzig e.V.

Vereine

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Beschreibung

Zweck des Vereins ist die Instandsetzung und Unterhaltung der unter Denkmalschutz stehenden alten Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter in Körrenzig einschließlich des sie umschließenden alten Friedhofes („Kultur-Raum Alte Kirche“) sowie die Nutzung als liturgischer Ort und für kulturelle Veranstaltungen. Mit diesem Zweck dient der Verein auch der Förderung von Kunst und Kultur sowie der Förderung bürgerschaftlichen Engagements. Die Alte Pfarrkirche St. Peter – Mittelpunkt und Symbol des Dorfes Körrenzig Seit 7.500 Jahren errichten Menschen mit wechselnden Standorten Höfe und kleine Ansiedlungen auf dem Gebiet der heutigen Gemarkung Körrenzig. Spätestens im 10. Jahrhundert bildet sich der Siedlungsmittelpunkt des heutigen Ortes Körrenzig: Die Alte Kirche und ein angrenzender Hof stehen zu dieser Zeit schon, sie gehen noch vor 1029 (vermutlich durch Erbschaft) vorübergehend in den Besitz Kaiser Konrad II. An der Eingangsseite ist der mit Stein- und Ziegelmaterial aus römischen Ruinen erfolgte Ausbau der Kirche im 11. und 12. Jahrhundert sichtbar. Ein kompletter Umbau, verbunden mit einer Vergrößerung, lässt um 1475 das heute sichtbare, von Backsteinen bestimmte Gebäude entstehen. Für dieses wird das ursprünglich für Wallfahrten bedeutende, heute noch erhaltene Vesperbild (Piéta) aus Antwerpen angeschafft. In der Kirche und im Kirchhof, mit seiner auf eine Baumaßnahme von 1657 zurückgehenden Kirchhofmauer, sind bis 1832 nicht nur die Herren und späteren Grafen von Rurich, sondern auch die adeligen Geschlechter aus Körrenzig sowie die Bevölkerung von Körrenzig, Rurich und eines Teils von Baal beerdigt. Viele Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten haben das Gebäude seitdem stark verändert. In der zurückhaltenden Gestaltung bildet der heutige Kirchenraum mit seiner rund 1100jährigen Geschichte – insgesamt wurden hier mehr als 54.000 Sonntagsmessen gelesen (!) – eine Einheit aus verschiedenen Baustilen und kunstgeschichtlichen Epochen.