Henker, Hexen, Galgenstricke
Als während der Hexenverfolgung die Scheiterhaufen brannten, hatten die Henker Hochsaison.
Außer Vollstreckung und „peinlicher Befragung“, wie die Folter einst genannt wurde, waren ihnen noch andere Aufgaben, so z.B. die Aufsicht über die Prostitution, das Entsorgen und Verwerten von Tierkadavern und Reinigen der Kloaken übertragen.
Bei „ehrlosen“ Berufen wie dem des Henkers wurde die ganze Familie vom gesellschaftlichen Leben isoliert. Doch genau ihr blutiges Handwerk machte sie mit der Anatomie des menschlichen Körpers vertraut. War der Arzt „mit seinem Latein am Ende“, holte das Volk den medizinischen Rat des Außenseiters.
Eine weitere Einnahmequelle war der schwunghafte Handel mit „magiebehafteten“ Leichenteilen, wie z.B. Diebesdaumen.
Auch in Gemünden hat die „gute alte Zeit“ ihre Spuren hinterlassen. Während unseres Spaziergangs erfahren Sie Schauriges, Spannendes und Wissenswertes über eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte.
Kosten: 5 € / Person, Kinder frei
