„100 ﬩ Synagogen in Deutschland“ von Alex Jacobowitz ist ein eindrucksvolles Zeugnis jüdischer Präsenz, Vergangenheit – und Zukunft – in Deutschland. Schon im 4. Jahrhundert lebten Jüdinnen und Juden auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Mit dem Wachsen ihrer Gemeinden entstanden über die Jahrhunderte Synagogen – prachtvolle Gotteshäuser, einzigartig in Architektur und Ausdruck, erbaut zur Ehre ihres Schöpfers. Franken, die eine kontinuierliche jüdische Ansiedlung vom Mittelalter bis Schoa erlebte, nimmt hier eine besondere Stellung ein. Während einige Synagogen Krieg und Zerstörung durch die sogenannte „Arisierung“ (Enteignung) überstanden, wurden viele zerstört. Die nach 1945 noch existierenden Synagogen wurden zweckentfremdet oder abgerissen, weil niemand mehr da war, der sie brauchte.
Die Ausstellung „100﬩ Synagogen in Deutschland“ zeigt eindrucksvoll, wie lebendig das jüdische Erbe heute wieder ist. Sie präsentiert über Jahrhunderte erhaltene Synagogen, die neue Bedeutungen fanden und dennoch ihre Geschichte bewahren, und neue Bauten, errichtet von den wiedererstarkten jüdischen Gemeinden unserer Zeit.
Die Ausstellung wird in der im 16. Jahrhundert errichteten Schnaittacher Synagoge präsentiert und basiert auf dem gleichnamigen Bildband, der von Alex Jacobwitz zusammengestellt wurde und 2025 im Verlag Hentrich & Hentrich erschienen ist.
8 Euro | 6 Euro ermäßigt, zuzüglich 3 Euro Museumseintritt
Anmeldung: schnaittach@juedisches-museum.org
