Vorstellung Kriseninterventionsteam (KiT) / Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV)
Seit 17 Jahren gibt es die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) im Landkreis Dingolfing-Landau in Form einer engen und bewährten Zusammenarbeit zwischen der BRK-Krisenintervention (KiT) und der Notfallseelsorge.
Aktuell leisten acht ehrenamtliche Mitglieder des BRK-Kriseninterventionsteams den Bereitschaftsdienst an den Wochenenden von Freitag, 18:00 Uhr, bis Sonntag, 20:00 Uhr. Vier weitere Anwärterinnen und Anwärter befinden sich derzeit in der Ausbildung. Weitere Interessierte, die sich für diese wichtige Aufgabe engagieren möchten, sind jederzeit herzlich willkommen.
Das Kriseninterventionsteam arbeitet eng mit der Notfallseelsorge zusammen – sowohl bei Einsätzen als auch in der Aus- und Weiterbildung. Während das KiT die Wochenenddienste übernimmt, wird die psychosoziale Notfallversorgung unter der Woche von der Notfallseelsorge sichergestellt.
Die Hauptaufgabe der PSNV besteht darin, Menschen in akuten Notfall- und Krisensituationen zu begleiten, zu unterstützen und ihnen in den ersten Stunden nach einem belastenden oder traumatischen Ereignis Halt zu geben.
Angefordert wird die PSNV ausschließlich durch die Einsatzkräfte vor Ort oder die Polizei. Die Alarmierung erfolgt über die Integrierte Leitstelle (ILS).
Typische Einsatzanlässe sind unter anderem:
- Schadensereignisse mit überforderten Betroffenen, Angehörigen oder Ersthelfern, beispielsweise Wohnungsbrände
- Erfolglose Reanimationen
- Todesfälle, Gefährdungen oder Beteiligungen von Kindern
- Vermisstensuchen und Leichenbergungen, insbesondere wenn Angehörige anwesend sind
- Plötzlicher Kindstod (SIDS)
- Suizide oder Suizidabsichten zur Betreuung der Angehörigen
- Schwere Verkehrsunfälle
- Unfälle im Schienenverkehr
- Unterstützung der Polizei beim Überbringen von Todesnachrichten
- Großschadensereignisse
Die Unterstützung durch die Psychosoziale Notfallversorgung ist für Betroffene stets freiwillig und kostenlos. Ziel ist es, Menschen in einer Ausnahmesituation nicht alleine zu lassen und ihnen in den ersten schweren Stunden beizustehen. Oft reicht schon ein Gespräch, ein offenes Ohr oder die einfache Gewissheit, dass jemand da ist. Dies macht die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer so wertvoll für unsere Gesellschaft.
