Das seit über einhundert Jahren bekannte, rund 3,5 Hektar große „Erdkastell“ von Bad Cannstatt ist die am besten nachweisbare Holz-Erde-Anlage am Neckarlimes. Sein 1921 publizierter Grundriss ist mittlerweile allerdings überholt. Speziell die Annahme nur eines einzigen hölzernen Vorgängerlagers trifft nicht zu. Ohne dass es heute möglich ist, alle Vorgängeranlagen umfänglich zu fassen, lassen sich doch wenigstens drei offenbar nur kurzzeitig belegte Holzbauphasen dieses größten Reiterkastell im Süden Obergermaniens fassen. Die Ergebnisse neuerer Grabungen werfen so Licht auf die oftmals nur wenig bekannten Anfangsphasen bei der Neu-Einrichtung eines Limeskastells.
Beginn des Vortrags ist um 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei; es wird um Spenden gebeten.
Foto: ArchaeoBW-LAD BW
