„Johann Sebastian Bach hatte die besaiteten Tasteninstrumente seiner Zeit im Sinn, als er wohl in Köthen seine Englischen Suiten und einige Jahre später in Leipzig die Partiten zum ersten Teil der Clavier-Übung zusammenstellte. Heute zählen diese Werke auch zum Standardrepertoire für das moderne Klavier. Wie stimmig sie sich aber ebenfalls auf der Orgel darstellen lassen, zeigt Gunther Rost“
(Bachfest Leipzig)
Programm:
Johann Sebastian Bach (1685–1750):
Partita D-Dur, BWV 828
Englische Suite a-Moll, BWV 807
Biografie
Gunther Rost ist Professor für Orgel und Orgelimprovisation an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz und international als Konzertorganist und Pädagoge tätig. Als Gastdozent unterrichtete er unter anderem am Royal College of Music London, an der Chopin-Akademie Warschau und am Tschaikowsky-Konservatorium Moskau.
Johann Sebastian Bach begleitet seine künstlerische Laufbahn von Beginn an: Bereits als Schüler führte Rost dessen gesamtes Orgelwerk öffentlich auf; später wurde er mit dem Leipziger und dem Wiesbadener Bachpreis ausgezeichnet und war Preisträger beim Internationalen Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb Freiberg–Dresden. Seine Auseinandersetzung mit Bach reicht dabei bewusst über die eigentliche Orgelliteratur hinaus. Beim Bachfest Leipzig interpretierte er unter anderem die Goldberg-Variationen und die Partiten auf der Orgel. Seine Einspielung der Goldberg-Variationen (OehmsClassics) fand auch im unmittelbaren Vergleich mit Interpretationen auf Klavier und Cembalo besondere Beachtung.
In Konzerten und Einspielungen beschäftigt sich Rost immer wieder mit den Wechselwirkungen zwischen Orgel-, Klavier- und Orchesterrepertoire und mit den unterschiedlichen Möglichkeiten musikalischer Gestaltung auf Tasteninstrumenten. Zugleich arbeitet er eng mit zeitgenössischen Komponisten zusammen und bringt regelmäßig neue Werke zur Uraufführung. Im Februar 2025 spielte er mit der Staatsphilharmonie Nürnberg unter Roland Böer die Uraufführung von SJ Hankes Orgelkonzert SLEEP NO MORE; im September 2026 folgt in der Kölner Philharmonie die Uraufführung der von KölnMusik beauftragten kammermusikalischen Fassung mit dem Alinde Quartett.
Der gebürtige Würzburger ist Träger des Bayerischen Kunstförderpreises. Als Organist in Residence spielte er mit den Bamberger Symphonikern die beiden Orgelkonzerte von Petr Eben auf CD ein. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn zudem mit dem Bayerischen Rundfunk, der zahlreiche seiner Konzerte und Produktionen aufgezeichnet hat.
Eintritt frei
