Heimat Info Logo
Konzert der Nina Ogot - Band: „Ukumbu.KE“
Rettet die Alte Kirche Körrenzig e.V.
11.02.2026, 15:31
26.06.2026 19:30
Alte Kirche St. Peter Körrenzig
Bilder (1)

Fortgesetzt wird die Veranstaltungsreihe „Kultur Alte Kirche“ in Körrenzig am 26. Juni durch ein Konzert von Nina Ogot und ihrer Band. Wie die meisten Länder Afrikas ist Kenia ein Vielvölkerstaat. Nina Ogot ist Luo und macht ihre Kultur auch in ihrer Musik erfahrbar; überwiegend textet sie jedoch in der Landessprache Suaheli als der kulturellen Klammer Kenias und integriert Elemente anderer lokaler Genres in ihre Musik, wie Isukuti, Taarab oder Bango. So prägt sich ein Personalstil heraus, der Nina Ogots ganz persönliche Interpretation des modernen, aber kulturbewussten Kenia hörbar macht.

Nina Ogot und ihre Band vereinen ein tolles Songwriting, dynamische Grooves und melodiefreudige Gitarren in einer mitreißenden Afro-Fusion. Ihr Sound ist modern und weltläufig, bleibt aber fest in der traditionellen Musik Kenias verwurzelt. Im Mittelpunkt steht die Sängerin mit einer Stimme, „die keine akrobatischen Beweisstücke vorbringen muss“ (Jazzthing). Unwiderstehliche Rhythmen und farbenfrohe Melodien – der kenianische Star kennt das Rezept für „perfekte Sommermusik“ (dpa).

Nina Ogot (Nairobi/Kenia) ist Komponistin, Sängerin und Gitarristin. Mit ihrer Betonung der kenianischen Identität ist sie eine echte Marke und hat das Land bei mehreren Gelegenheiten international vertreten, z.B. beim 50-jährigen Jubiläum der Afrikanischen Union in Addis Abeba.

Sie studierte Sprachen und Kommunikation in Frankreich. Sie arbeitete u.a. als Dolmetscherin, für das Kulturprogramm des französischen Auslandsradios Radio France International (RFI) sowie für das kenianische Fernsehen, wo sie mehrere Jahre lang die quotenstärkste Show des Landes moderierte. Sie komponierte Songs für diverse kenianische Künstler sowie für Filme (Kalasha Award für den „Best Original Score“ 2011). Als Musikerin trat sie in Indien, den USA, Österreich und Deutschland auf sowie vielerorts in Ost-, Zentral- und Südafrika auf und tourt seit 2019 regelmäßig durch Europa. Nina Ogot spielte auf Festivals in aller Welt und geht nun zum fünften Mal auf Tour in Europa. Das rein kenianische Quintett entfaltet die volle Kraft und Schönheit von Ogots einzigartigen Liedern, bodenständig, exotisch, authentisch und voll ansteckender Fröhlichkeit. Als Komponistin gelingt es ihr, ihre Erfahrungen in Noten und Texte zu übersetzen, die Menschen in vielen Teilen der Welt ansprechen.

Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr, Einlass ist ab 18:45 Uhr. Wie bei allen Veranstaltungen dieser Reihe ist der Eintritt frei, Spenden für die weitere Erhaltung der Alten Kirche werden erbeten.


Rettet die Alte Kirche Körrenzig e.V.

Vereine

Bilder (1)
Beschreibung

Zweck des Vereins ist die Instandsetzung und Unterhaltung der unter Denkmalschutz stehenden alten Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter in Körrenzig einschließlich des sie umschließenden alten Friedhofes („Kultur-Raum Alte Kirche“) sowie die Nutzung als liturgischer Ort und für kulturelle Veranstaltungen. Mit diesem Zweck dient der Verein auch der Förderung von Kunst und Kultur sowie der Förderung bürgerschaftlichen Engagements. Die Alte Pfarrkirche St. Peter – Mittelpunkt und Symbol des Dorfes Körrenzig Seit 7.500 Jahren errichten Menschen mit wechselnden Standorten Höfe und kleine Ansiedlungen auf dem Gebiet der heutigen Gemarkung Körrenzig. Spätestens im 10. Jahrhundert bildet sich der Siedlungsmittelpunkt des heutigen Ortes Körrenzig: Die Alte Kirche und ein angrenzender Hof stehen zu dieser Zeit schon, sie gehen noch vor 1029 (vermutlich durch Erbschaft) vorübergehend in den Besitz Kaiser Konrad II. An der Eingangsseite ist der mit Stein- und Ziegelmaterial aus römischen Ruinen erfolgte Ausbau der Kirche im 11. und 12. Jahrhundert sichtbar. Ein kompletter Umbau, verbunden mit einer Vergrößerung, lässt um 1475 das heute sichtbare, von Backsteinen bestimmte Gebäude entstehen. Für dieses wird das ursprünglich für Wallfahrten bedeutende, heute noch erhaltene Vesperbild (Piéta) aus Antwerpen angeschafft. In der Kirche und im Kirchhof, mit seiner auf eine Baumaßnahme von 1657 zurückgehenden Kirchhofmauer, sind bis 1832 nicht nur die Herren und späteren Grafen von Rurich, sondern auch die adeligen Geschlechter aus Körrenzig sowie die Bevölkerung von Körrenzig, Rurich und eines Teils von Baal beerdigt. Viele Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten haben das Gebäude seitdem stark verändert. In der zurückhaltenden Gestaltung bildet der heutige Kirchenraum mit seiner rund 1100jährigen Geschichte – insgesamt wurden hier mehr als 54.000 Sonntagsmessen gelesen (!) – eine Einheit aus verschiedenen Baustilen und kunstgeschichtlichen Epochen.