Auf zahlreiche Zuschauer rund um die Strecke freut sich der MSC- Fuchsstadt.
Am Dorfmuseum erfolgt die Bewirtung.
Oldtimerrallye Franken Classic auf einsamen Nebenstrecken
Landschaftserlebnis und sportliche Herausforderung für 150 Teams
Obwohl sich das Grundkonzept der Oldtimerrallye Franken Classic auch in der 26. Ausgabe
wiederfindet, kommt bei diesem motorsportlichen Wettbewerb keine Langeweile auf. Das
Grundkonzept scheint perfekt zu sein: Am Freitag vor Pfingsten treffen die Teilnehmer in Bad
Kissingen ein und nehmen am Nachmittag einen etwa 80 km langen Prolog unter die Räder.
Diese kleine Rallye dient als „Warm-up“. Am Samstag und Sonntag bestreiten die Teams die
etwa 500 km lange Rallye mit der Siegerehrung und Gala-Diner im ehrwürdigen
Regentenbau, wo schon Kaiser und Könige tafelten.
In diesem Jahr waren die 150 Startplätze schon vor dem Nennungsschluss gebucht.
Besonders stechen die über 30 Anmeldungen heraus, die Fahrzeuge betreffen, die vor dem
Krieg gebaut wurden, das älteste ist ein Bentley aus dem Jahr 1922.
„Wir müssen das Feld auf 150 Autos begrenzen“ sagt Fahrtleiter Karlheinz Schott. Mehr
Fahrzeuge würde, da die Fahrzeuge im Minutenabstand starten, den Ablauf der
Oldtimerrallye zu sehr in die Länge ziehen. Die Durchfahr der Fahrzeuge dauert ca. 2 ½
Stunden.
Die große Zahl von Stammgästen erklärt sich aus dem Variantenreichtum der
Streckenführung, die jedes Jahr Neues bietet. Die Abwechslung scheint unbegrenzt; immer
wieder führt das Bordbuch die Teilnehmer über unbekannte, kleine, gewundene, einsame
Straßen und lenkt die Teams durch fränkische Dörfer und Städte, die einen unverfälschten
Charme ausstrahlen. Nicht zuletzt der enorme Zuspruch der winkenden Zuschauer gefällt
den Teilnehmern. Viele von ihnen berichten, dass dies einmalig in Deutschland ist.
Die aktuelle Ausgabe der Franken Classic vom 22. bis 24. Mai lenkt die Teams am Samstag
(23.5.) auf Nebenstraßen durch die Rhön bis zur Mittagspause auf der Pauluspromenade in
Fulda. Von dort geht es über Ostheim, Mellrichstadt, Pause in Sulzfeld, Stadtlauringen
überwiegend über verkehrsarme Straßen zurück nach Bad Kissingen.
Am Pfingstsonntag (24.5.) berührt das Feld den Spessart, besucht Gemünden und Karlstadt,
hält eine Mittagspause im Gewerbegebiet Veitshöchheim. Dann geht es weiter mit Pausen in
Unterpleichfeld und Wipfeld; über Fuchsstadt und Langendorf kehren die Teilnehmer nach
Bad Kissingen zurück. Rund 500 km mit 15 Wertungsprüfungen und rund 60
Lichtschrankenmessungen haben sie dann absolviert, was vor allem für die Piloten der
Vorkriegsautos harte körperliche Arbeit bedeutet. Die Copiloten wurden mit der
Streckenfindung und Überwachung der Zeitaufgaben gefordert.
Während die Vielzahl der besonders alten Autos ein Merkmal der Franken Classic ist,
zeichnet sich ein weiterer Trend ab: Das Teilnehmerfeld wird jünger; zumindest die Franken
Classic wandelt sich von einer „Alt-Herren-Fahrt“ zu einer altersmäßig gemischteren Form.
Auch auffällig: Der Anteil von Frauen wächst weiter. In knapp 100 Fahrzeugen sitzt eine
Copilotin, und die Zahl der Fahrerinnen nimmt ebenfalls zu.
